Kohlschabe erkennen und bekämpfen: Schutz für Kreuzblütler

Fraßspuren an Kohl und anderen Kreuzblütlern? Oft steckt die Kohlschabe dahinter – eine kleine Motte, deren Raupen im Juli und August den Hauptschaden anrichten.

Hier erfährst du, wie du sie rechtzeitig erkennst und deine Beete mit einfachen Schritten schützt – vom Hacken und Kalken bis zu Netzen ab Ende Mai.

Kohlschabe

Die Kohlschabe (Plutella maculipennis):

Die Kohlschabe gehört zu den Motten. Die Vorderflügel des Schmetterlings sind bräunlich, am Vorderrand grau, am Hinterrand mit einem hellbraunen Streifen versehen. Die 10 mm lange Raupe ist grün und hat einen schwarzen Kopf.

Das Weibchen der im Mai aus der überwinterten Puppe ausschlüpfenden Motte legt 70 bis 90 Eier einzeln an die Blattunterseite oder Blattstiele ab. Die Larven minieren zunächst in den Blättern, später fressen sie gesellig an diesen oder im Herzen der Pflanze.

Nach 3 bis 4 Wochen verpuppen sie sich am Fraßplatz. Nach weiteren zwei Wochen fliegt die zweite Generation der Motte. Die Raupen dieser Brut richten in den Monaten Juli und August den Hauptschaden an. Die Puppen überwintern, seltener die Motten.

Der Schädling kommt auf den verschiedensten angebauten und wilden Kreuzblütlern vor.

Maßnahmen:

Beete öfters hacken, Pflanzenrückstände gründlich entfernen. Kalken und tieferes Umgraben des Bodens nach der Ernte helfen, dem Befall vorzubeugen. Zur Flugzeit ab Ende Mai Ernteschutznetze (am besten aus Baumwolle) über die Beete spannen. Blattunterseiten kontrollieren, Eier zerdrücken.

Kohlschabe sicher erkennen: typische Symptome

Der Schaden beginnt oft unauffällig: Zuerst zeigen sich feine Miniergänge und „Fensterfraß“ in den Blättern, später entstehen unregelmäßige Löcher bis hin zu Skelettfraß; im Herz der Pflanze können Fraßnester entstehen. Auf den Blattunterseiten findest du einzeln abgelegte, sehr kleine Eier sowie krümeligen Kot der Raupen. Die Larven sind etwa 10 mm lang, grün mit dunklem Kopf und winden sich heftig oder lassen sich an einem Faden fallen, wenn du sie berührst.

Befallszeit und Kontrolle im Jahresverlauf

Ab Ende Mai beginnt der Falterflug aus überwinterten Puppen; die zweite Generation folgt im Sommer, der stärkste Raupenfraß tritt meist im Juli und August auf. Kontrolliere ab Ende Mai wöchentlich Blattunterseiten und Herzblätter und drücke Eier sowie junge Larven konsequent aus. Entferne befallene Blätter zeitnah, damit sich die Tiere nicht weiter in den Bestand ausbreiten.

Konkrete Maßnahmen im Beet

Halte die Beete sauber: regelmäßig hacken, Pflanzenrückstände gründlich beseitigen. Nach der Ernte hilft Kalken und tieferes Umgraben, um Puppen im Boden zu stören. Spanne zur Flugzeit ab Ende Mai engmaschige Ernteschutznetze ohne Lücken über die Beete und beschwere die Ränder gut. Entferne in der Umgebung wild wachsende Kreuzblütler, setze Jungpflanzen früh unter Netze und baue Kohlgewächse nicht jedes Jahr am selben Platz an.

Produkt-Tipp

Kalken

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