Heu- und Sauerwurm im Weinbau: Traubenwickler erkennen, vorbeugen und biologisch bekämpfen

Deine Trauben vertrocknen oder faulen schon zur Blüte? Oft stecken Heu- und Sauerwurm, die Larven des Traubenwicklers, dahinter.

Hier erfährst du, wie du den Falterflug rechtzeitig erkennst, mit Pheromonfallen überwachst und mit schonenden Maßnahmen deine Ernte schützt.

Heu- und Sauerwurm im Weinbau: Traubenwickler erkennen, vorbeugen und biologisch bekämpfen

Schadbild des Heu- und Sauerwurm im Weinbau

Der Heu- und Sauerwurm ist die Larve der ersten Generation des Traubenwicklers. Die Falter legen ihre Eier direkt an die Blütenstände der Rebe. Nach dem Schlupf bohren sich die Raupen in die jungen Blüten und Gescheine ein. Dort zerstören sie Gewebe und verhindern die normale Entwicklung der Trauben. Geschädigte Beeren vertrocknen oder faulen später, was die Qualität der Ernte deutlich mindert. Besonders problematisch wird der Befall, wenn sich Pilzkrankheiten wie Botrytis an den verletzten Stellen ausbreiten.

Lebenszyklus verstehen und gezielt eingreifen

Der Schädling entwickelt sich in mehreren Generationen pro Jahr. Die erste Generation verursacht den sogenannten „Heuwurm-Schaden“, die zweite den „Sauerwurm-Schaden“ an den heranreifenden Beeren. Wenn du den Flug der Falter frühzeitig erkennst, kannst du den Befall stark reduzieren und chemische Eingriffe vermeiden.

Biologische Bekämpfung und Monitoring des Heu-Sauerwurm

Winzer setzen gezielt auf Pheromonfallen, um die Population zu überwachen und zu stören. Die Männchen finden dadurch die Weibchen schlechter, was die Eiablage reduziert. Zusätzlich setzt du auf mechanische und biologische Maßnahmen, um den Druck im Bestand zu senken. Leim- und Fangsysteme helfen dir dabei, die Falter aktiv aus dem Bestand zu entfernen.

Sehr wirksam ist der Einsatz von natürlichen Pflanzenschutzmitteln und Stärkungsmitteln, die die Reben widerstandsfähiger machen.

Schacht Produkte im integrierten Pflanzenschutz

Im biologischen Weinbau unterstützt du die Pflanzengesundheit gezielt mit natürlichen Mitteln:

Praxisstrategie im Weinberg

Du kombinierst Monitoring, Fangsysteme und Pflanzenstärkung konsequent miteinander. Gleichzeitig förderst du ein stabiles Ökosystem im Weinberg, indem du Nützlinge schützt und die Reben durch gezielte biologische Maßnahmen widerstandsfähiger machst. So reduzierst du den Befall langfristig und erhältst eine gesunde, hochwertige Traubenernte ohne synthetische Insektizide.