Erdflöhe im Garten erkennen, vorbeugen und bekämpfen

Winzige Käfer, großer Appetit: Erdflöhe werden im Frühling schnell zur Plage und vernichten oft ganze Keimlinge.

Hier erfährst du Schadbild, Entwicklung und einfache Kulturmaßnahmen, mit denen du den Befall früh erkennst und wirksam eindämmst.

Erdfloh

Der Erdfloh (z. B. Phyllotreta undulata ): von dem es mehrere Arten gibt, die vielerlei Pflanzen befallen, überwintern zumeist unter Pflanzenres-ten, in Hohlstängeln, unter Moos usw. und befällt im ersten Frühling heißhungrig die kleinen Pflänzchen, die häufig vollständig vernichtet werden.

In älteren Pflanzen frisst er kleine Löcher, so dass das Blatt wie mit Fenstern versehen aussieht. Die Eier werden meist an den Pflanzen abgelegt, aus denen sich nach etwa 6 bis 12 Tagen die Larven entwickeln. Diese bohren sich an feinen Wurzeln, in den Wurzelhals, in den Stängel oder auch am Blattstiel ein.

Nach 2 bis 6 Wochen erfolgt die Verpuppung in glatten Erdhöhlen.

Maßnahmen:

Erdflöhe lieben trockene und warme Erde. Regelmäßiges Hacken und Gießen vertreibt die Käfer. Mul-chen hält den Boden feucht. Mischkulturen mit Schnittsalat, Kopfsalat und Spinat sind günstig. Den Boden mit Ringelblume oder Rainfarn/Wermut spritzen. Taunasse Pflanzen mit Gesteinsmehl (Bentonit) bestäuben.

Erkennen und Befallszeit

Erdflöhe sind 2–3 mm kleine, sprungkräftige Käfer, meist schwarz oder gelb gestreift. Sie verursachen typische Schab- und Lochbilder: Keimblätter werden durchlöchert oder „fensterartig“ ausgehöhlt, ältere Blätter zeigen viele kleine Schusslöcher. Besonders gefährdet sind Kreuzblütler wie Radieschen, Rettich, Rucola und Kohl. Der erste starke Fraß beginnt an warmen, trockenen Tagen im Frühjahr (häufig April bis Juni). Larven fressen an feinen Wurzeln und am Wurzelhals, was Kümmerwuchs und Welken begünstigt; verpuppt wird in kleinen Erdhöhlen.

Vorbeugen durch Kulturführung

Halte den Boden gleichmäßig feucht und mulche, damit er nicht austrocknet. Hacke regelmäßig flach, um die Bodenoberfläche zu lockern und die Käfer zu stören. Entferne Pflanzenreste und hohle Stängel vor der neuen Saison, um Überwinterungsplätze zu reduzieren, und halte Kreuzblütler-Beikräuter im Beet kurz. Setze auf Mischkultur mit Schnitt- und Kopfsalat sowie Spinat. Decke Aussaaten und Jungpflanzen sofort mit feinmaschigem Kulturschutznetz oder Vlies ab, besonders in der Keimlingsphase. Säe bei kühler Witterung oder pflanze vorgezogene, kräftige Setzlinge, damit die empfindliche Anfangszeit möglichst kurz bleibt.

Sanfte Bekämpfung bei Befall

Gieße betroffene Reihen häufiger und durchdringend; kurze, kräftige Beregnungen vertreiben die Käfer an warmen Tagen. Bestäube taunasse Blätter mit Gesteinsmehl (z. B. Bentonit), um den Fraß zu bremsen. Sprühe den Boden entlang der Reihen mit einer verdünnten Rainfarn- oder Wermutbrühe, um die Käfer im Bodenbereich natürlich zu schwächen, und lege anschließend Netze nach. Entferne stark beschädigte Blätter an älteren Pflanzen und säe Lücken zügig nach. Kontrolliere an warmen, trockenen Tagen regelmäßig und wiederhole die Maßnahmen bei Bedarf.

Weitere Tipps

Spritze den Boden um befallene Reihen mit einer Rainfarn- oder Wermut-Brühe (Tee), um die Käfer im Bodenbereich natürlich zu schwächen.

Produkt-Tipp

Rainfarn/Wermut

Weitere passende Ratgeber: Wühlmäuse natürlich vertreiben.