Erbsenkäfer erkennen und bekämpfen: Symptome, Vorbeugung, Maßnahmen
Deine Erbsen haben runde, zylindrische Löcher und keimen schlecht? Das kann am Erbsenkäfer (Bruchus pisorum) liegen, dessen Larven die Samen aushöhlen.
Hier erfährst du, wie du Befall sicher erkennst, Ernte und Saatgut schützt und mit einfachen Schritten Schäden in Beet und Vorrat minimierst.

Erbsenkäfer (Bruchus pisorum):
Die vom Erbsenkäfer befallenen Erbsen zeigen zylindrische Löcher, die durch ein „Fenster“ verschlossen sind. Der Käfer verlässt die Erbsen oft erst im Frühjahr. Die Eier werden an die jungen Hülsen abgelegt. Die Larven dringen in die Hülsen ein und bohren sich in die noch weichen Erbsensamen.
Diese dienen ihnen als Nahrungsquelle. In der Erbse erfolgt dann schließlich die Verpuppung und die Umwandlung zum fertigen Insekt. Mit den reifen Erbsen gelangt der Käfer dann auf den Speicher und mit dem Saatgut im Frühjahr evtl.
auch wieder ins Freie. Die befallenen Erbsen sind nicht mehr vollwertig. Auch leidet die Keimfähigkeit. Maßnahmen:Unbefallenes Saatgut verwenden, beziehungsweise eigenes Saatgut kontrollieren. Frühzeitig ernten. Erntereste und Ausfallsamen entfernen oder durch tiefes Einarbeiten zerstören.
Erbsen-Gründüngung spätestens zu Blütebeginn mulchen.
Befallszeit und Symptome sicher erkennen
Der Erbsenkäfer wird aktiv, sobald Erbsen blühen und sich die ersten Schoten bilden. Die Weibchen heften ihre Eier außen an junge Hülsen; daraus schlüpfende Larven bohren sich in die weichen Samen und fressen das Innere aus. Später zeigen die Körner kreisrunde, zylindrische Ausbohrlöcher; häufig bleibt eine dünne, fensterartige Haut zurück. Befallene Saat ist leichter, bröselig und keimt häufig schlecht. Kontrolliere ab Blüte Schotenoberflächen auf kleine, helle Eier und öffne stichprobenartig reife Körner, um Fraßgänge zu erkennen.
Vorbeugung im Beet
Säe möglichst früh, damit die Schoten vor dem Hauptflug des Käfers ausreifen. Decke den Bestand rechtzeitig vor der Blüte mit engmaschigem Kulturschutznetz ab und schließe die Ränder bodendicht, damit keine Eiablage an den Hülsen erfolgt; Abdeckung nach der Ernte wieder entfernen. Ernte zügig, sobald die Körner ausgereift sind, und schaffe alle Pflanzenreste sowie Ausfallpflanzen vom Beet weg oder arbeite sie tief unter. Plane eine mehrjährige Anbaupause mit Standortwechsel ein und mähe Erbsen-Gründüngung vor der Blüte herunter, damit sich keine Käfer im Bestand vermehren.
Ernte, Lager und Saatgut
Trockne Erbsen nach der Ernte gut durch und lagere sie kühl, trocken und dicht verschlossen, damit keine Käfer aus befallenen Körnern in andere Vorräte wandern. Eigenes Saatgut nur aus unauffälligen, voll ausgereiften Körnern gewinnen; vor dem Aussäen sorgfältig auf runde Ausbohrlöcher prüfen. Um im Korn sitzende Larven abzutöten, kannst du vollständig getrocknete Erbsen für mehrere Tage bei etwa −18 °C einfrieren. So senkst du das Risiko, den Schädling mit Saatgut erneut ins Beet zu bringen.
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