5 Pflanzen, die du im Juli aussäen kannst

5 Pflanzen, die du im Juli aussäen kannst

Zwei- und mehrjährige Blütenwunder im Sommer säen

Im Juli herrscht im Garten beste Zeit für neue Aussaaten: Gerade die robusten zweijährigen Blumenarten beginnen jetzt ihr neues Gartenjahr. Schon bald kannst du dich über eine bunte Blütenpracht im spätsommerlichen Beet freuen. Wenn du Wert auf abwechslungsreiche und farbenfrohe Beete legst, bietet dieser Monat perfekte Bedingungen, um dein Blumenparadies zu erweitern.

Gemüse und Kräuter: Jetzt das Herbst- und Winterbeet vorbereiten

In deinem Gemüsegarten sind spätestens im Juli die ersten Flächen wieder frei geworden. Ideale Voraussetzungen also, um Herbst- und Wintergemüse direkt auszusäen. So nutzt du jede Ecke optimal und sicherst dir schon bald eine frische Ernte in den kühleren Monaten. Auch an verschiedene Kräutersorten kannst du jetzt denken, um den Küchengarten aufzufrischen.

Stiefmütterchen: Farbenpracht für den Garten

Wenn du auf der Suche nach vielseitigen und prachtvoll blühenden Pflanzen bist, solltest du jetzt Stiefmütterchen (Viola Wittrockiana-Hybriden) ins Auge fassen. Diese beliebten Klassiker verschönern Beete oder Balkonkästen mit großen, oft mehrfarbigen Blüten – von strahlendem Weiß über intensives Blau bis hin zu kräftigem Violett. Säst du sie jetzt im Juli aus, entwickeln sich die Jungpflanzen noch vor dem Herbst zu kräftigen, manchmal sogar schon blühenden Stauden.

Feldsalat: Vitaminreiche Ernte im Herbst und Winter

Feldsalat darf im Sommerbeet nicht fehlen, denn ab Mitte Juli ist der perfekte Zeitpunkt für die Aussaat dieses knackigen und gesunden Blattgemüses. Möchtest du schon im September erste zarte Blätter ernten, setze auf Sorten wie ‘Gala’ oder ‘Favor’. Für Überwinterung im Freiland bieten sich robustere, frostverträgliche Varianten wie ‘Verte de Cambrai’, ‘Vit’ oder ‘Holländischer Breitblättriger’ an.

Kräuter aussäen im Juli: Petersilie erfolgreich ziehen

Wenn du gerne aromatische Kräuter in deiner Küche verwendest, ist jetzt im Juli der perfekte Zeitpunkt, um Petersilie auszusäen. Ganz gleich, ob du das würzige Grün lieber im Topf auf dem Balkon oder direkt im Beet ziehst, Petersilie fühlt sich besonders wohl, wenn sie zusammen mit Tomaten wächst. Damit die Pflanzen gesund bleiben, solltest du beachten, dass Petersilie am besten nur alle vier bis fünf Jahre am selben Platz steht. Für knackige Petersilienblätter im Winter lohnt es sich, ab Mitte Juli im Gewächshaus zu säen. Dort ist es wichtig, an sonnigen Tagen regelmäßig zu lüften, damit sich keine Hitze staut.

Lege bei der Aussaat einen Reihenabstand von 20 bis 30 Zentimetern an und bringe die Samen etwa ein bis zwei Zentimeter tief in die Erde. Gerade in der Keimzeit ist es entscheidend, dass die Erde gleichmäßig feucht bleibt und kein Unkraut die zarten Pflänzchen überwuchert. Nach drei bis vier Wochen zeigt sich das erste Grün, und ungefähr acht Wochen später kannst du bereits die ersten Blätter für deine Speisen ernten. Noch mehr Tipps zum Gemüsegarten findest du auch im Ratgeber über das Bepflanzen von Hochbeeten.

Tausendschön: Bunte Farbtupfer erleben

Mit den fröhlichen Bellis, die du vielleicht auch als Maßliebchen oder Tausendschön kennst, bringst du schon im nächsten Frühjahr und Sommer Farbe in dein Beet. Damit sich die zweijährigen Blühpflanzen gut entwickeln, ist der Juli der richtige Moment zum Aussäen. Such dir dafür einen sonnigen bis halbschattigen Platz aus und bereite die Fläche sorgfältig vor, indem du die Erde tief auflockerst und mit Kompost anreicherst. Säe die winzigen Samen flach aus, denn sie benötigen Licht zum Keimen, und achte darauf, dass die Erde nie völlig austrocknet. Gleichzeitig musst du Staunässe unbedingt vermeiden, da Bellis sehr empfindlich darauf reagieren. Schon nach ein bis zwei Wochen siehst du die ersten kleinen Pflänzchen sprießen. Sobald der Herbst naht, decke die jungen Bellis mit etwas Tannenreisig ab, um sie vor Kälte zu schützen.

Rettich im Sommer säen für die Herbst- und Winterküche

Du möchtest auch in der kalten Jahreszeit knackigen Rettich genießen? Dann kannst du im Juli die richtige Grundlage schaffen. Besonders Herbstsorten wie ‘Münchner Bier’ oder Winter-Rettiche wie ‘Brauner Fridolin’ bieten sich für die späte Aussaat an. Lockere die Erde gründlich und sorge dafür, dass sie humusreich, aber nicht frisch gedüngt ist. Wichtig ist außerdem, dass hier in den letzten drei Jahren keine anderen Kreuzblütler wuchsen, um Krankheiten zu vermeiden. Verteile die Rettichsamen zwei bis drei Zentimeter tief und mit einem Reihenabstand von circa 30 Zentimetern im Beet. Innerhalb der Reihe sollten etwa 10 bis 15 Zentimeter Abstand zwischen den Pflanzen bleiben.

Je nachdem, für welche Sorte du dich entscheidest, dauert es acht bis zehn Wochen bis zur Ernte, bei Winterrettich sind es meist 13 bis 15 Wochen. Bei kühleren Temperaturen lassen sich die Wurzeln anschließend problemlos für mehrere Monate lagern. Für noch mehr hilfreiche Hinweise rund um deinen Nutzgarten sieh dir gerne auch die Tipps zu Gemüse für Einsteiger an.