Fünf typische Fehler beim Auffangen von Regenwasser
Trugschlüsse rund ums Sammeln von Regenwasser
Viele denken, dass beim Auffangen von Regenwasser eigentlich nichts schiefgehen kann. Doch es gibt einige Stolperfallen, die dir schnell Ärger bereiten können.
Warum das richtige Equipment entscheidend ist
Ein unzureichend geplanter Überlauf, das falsche Fass oder fehlende Vorrichtungen zur Umleitung können große Schwierigkeiten nach sich ziehen, wenn du Regenwasser sammelst. Damit dir diese Pannen erspart bleiben, bekommst du hilfreiche Tipps, wie du am besten vorgehst und worauf du bei deiner Regentonne achten solltest.
Wann darfst du Regenwasser nicht sammeln?
In den meisten Fällen ist es kein Problem, Regenwasser aufzufangen und zu nutzen. Entscheidest du dich allerdings dafür, eine große Zisterne oder einen umfangreichen Regenwassertank zu installieren, brauchst du in der Regel eine offizielle Erlaubnis. Beachte außerdem, dass für den Einbau solcher Anlagen oft spezielle Vorgaben gelten, die je nach Wohnort unterschiedlich sein können.
Welche Genehmigungen und Auflagen gibt es?
Bevor du loslegst, solltest du unbedingt mit dem zuständigen Amt Kontakt aufnehmen, um dich nach den aktuellen Vorschriften zu erkundigen. So gehst du sicher, dass du keine Regeln missachtest und alle notwendigen Genehmigungen einholst.
Materialauswahl für die Regentonne
Warum das richtige Material so wichtig ist
Möchtest du, dass deine Regentonne Wind und Wetter standhält und das gesammelte Wasser optimal für deine Pflanzen bleibt, solltest du auf das Material wirklich achten. Bewährt haben sich Tonnen aus Metall wie Edelstahl oder verzinktem Stahl – vorausgesetzt, du sorgst mit einem Rostschutz für Langlebigkeit. Ohne diese Behandlung kann die Tonne nämlich anfangen zu rosten. Beton ist ebenfalls eine gute Option, da er kaum Pflege braucht, dafür aber etwas teurer in der Anschaffung ist.
Vor- und Nachteile verschiedener Materialien
Plastikregentonnen sind zwar praktisch, allerdings setzt ihnen Sonne und Frost mit der Zeit zu. Das Material kann dann spröde werden und schließlich brechen. Ein Modell aus Holz sieht hübsch aus und fügt sich natürlich in den Garten ein, doch musst du hier mit mehr Pflegeaufwand rechnen, da Holz Feuchtigkeit aufnimmt und regelmäßig geschützt werden sollte.
Regentonne optimal auswählen
Die richtige Größe für deine Regentonne finden
Viele Gartenfreunde unterschätzen leicht, wie viel Regenwasser tatsächlich vom eigenen Dach gesammelt werden kann. Schon bei einem Regenschauer von 25 Millimetern pro Quadratmeter kommen auf einer Hausfläche von 100 Quadratmetern etwa 2.355 Liter Wasser zusammen. Ist das Fass für dein Regenwasser zu klein gewählt, läuft es schlichtweg über. Das kann im ungünstigsten Fall bewirken, dass der Boden um die Tonne herum überschwemmt wird und Schäden entstehen.
Praktische Lösung für große Wassermengen
Überlege dir gut, ob für dich vielleicht mehrere Regentonnen in Reihe geschaltet oder direkt eine große Zisterne die bessere Option sind. So gehst du sicher, dass du das Regenwasser sinnvoll nutzen kannst und Überschwemmungen vermeidest.
Probleme mit einem zu kleinen Überlauf bei deiner Regentonne
Warum die Größe des Überlaufs entscheidend ist
Damit dein Regenwassertank optimal funktioniert, solltest du darauf achten, dass der Überlauf zur Dimension deiner Regentonne und des Fallrohrs passt. In der Regel wird dafür ein Überlauf mit einem Durchmesser von einem Zoll empfohlen.
Was passiert bei zu kleinem Überlauf?
Hat dein Fallrohr allerdings einen Durchmesser von drei Zoll, kann ein ein Zoll großer Überlauf schnell zum Engpass werden. Das überschüssige Wasser findet dann keinen ausreichenden Abfluss und läuft oben aus der Regentonne heraus.
Optimal abgestimmte Anschlüsse für den perfekten Wasserablauf
Am besten wählst du das Zuflussrohr für deine Regentonne genauso groß wie den Überlauf. So sorgst du dafür, dass das Wasser immer problemlos abfließen kann und keine Überschwemmungen entstehen.
Überschüssiges Regenwasser richtig ableiten
Was passiert bei starkem Regen?
Wenn es über mehrere Tage hinweg ungewöhnlich stark regnet, musst du deine Gartenpflanzen meist nicht zusätzlich bewässern – es sei denn, bestimmte Ausnahmen machen das notwendig. In dieser Zeit füllt sich die Regentonne rasant und läuft bald über. Wenn du dann keine Möglichkeit schaffst, das überschüssige Wasser kontrolliert abzuleiten, sammelt sich das Wasser direkt an der Tonne. Dort bildet sich nicht nur eine große Pfütze, sondern der Boden kann regelrecht aufweichen. Das Risiko, dass die Regentonne kippt, steigt, weil sie nicht mehr stabil steht.
Wie du Regenwasser clever ableitest
Am besten sorgst du dafür, dass das überschüssige Regenwasser sicher von der Regentonne in eine Versickerungsanlage oder eine andere geeignete Fläche abgeleitet wird. Auf diese Weise kannst du verhindern, dass sich Wasserlachen bilden und der Bereich rund um die Regentonne zur rutschigen Gefahrenzone wird. So sorgst du nicht nur für Ordnung, sondern schützt auch deine Tonne vor dem Umkippen.
Kein Deckel auf der Regentonne – darauf solltest du achten
Warum ein Deckel so wichtig ist
Lässt du deine Regentonne offen, landen schnell Blätter, Zweige oder auch kleine Tiere darin. Das sorgt nicht nur dafür, dass das Wasser trüb und unsauber wird – es fördert auch unerwünschtes Algenwachstum. In dem feuchten Umfeld können sich außerdem Schädlinge und Bakterien stark vermehren.
So schützt du das Wasser in deiner Regentonne
Mit einem passenden Deckel hältst du die Regentonne sauber und schützt das Wasser vor Verunreinigungen. Im Sommer kannst du hin und wieder den Deckel kurz abnehmen, um die Tonne zu lüften. Lass sie dabei aber nie lange offen, denn sonst finden Mücken und anderes Ungeziefer schnell ihren Weg hinein.
