Sternrußtau an Rosen: Symptome erkennen und wirksam vorbeugen
Zeigen deine Rosen graubraune bis dunkelviolette, teils sternförmige Flecken auf den Blättern? Häufig steckt Sternrußtau (Marssonina rosae) dahinter.
Hier erfährst du, wie du Befall sicher erkennst und mit Standortwahl, Pflanzabstand, humusreichem Boden, Brennnesselstärkung und konsequenter Laubhygiene vorbeugst.

Wichtig bei Rosenrost und Sternrußtau
- Entferne befallene Blätter frühzeitig und vermeide unnötiges Benetzen des Laubs beim Gießen.
- Halte Rosen durch Schnitt und Standortwahl luftig, besonders in feuchten Lagen.
- Stärke gesunde Triebe gleichmäßig, damit neue Blätter den Befall besser überstehen.
Sternrußtau (Marssonina rosae): Der Sternrußtau ist eine sehr verbreitete Pilzkrankheit der Rosen. Bei Befall entstehen im Sommer auf der Oberseite der Blätter graubraune bis dunkelviolette Flecken von teils sternförmigem Aussehen. Die Flecken können eine Ausdehnung bis zu 1 cm aufweisen. In diesen Flecken bildet der Pilz seine Sporenlager. Stark erkrankte Blätter werden abgeworfen. Die befallenen Rosenstöcke treiben dann im Herbst unter Umständen wieder neu aus. Feuchte Witterung fördert den Pilz.Maßnahmen:
Einen hellen, luftigen Standort wählen, schattige, feuchte Lagen sind zu vermeiden. Humusreicher, möglichst lehmiger Boden ist günstig. Nicht zu dicht pflanzen. Regelmäßige Pflanzenstärkung mit Brennnessel. Befallene Blätter sofort wegräumen und vernichten. Im Herbst keine Blätter am Boden liegen lassen.
Symptome sicher erkennen
Typisch sind unregelmäßige, teils sternförmige, dunkelviolette bis schwarzbraune Flecken auf der Blattoberseite; die Ränder wirken oft strahlenförmig und die Flecken können ineinanderfließen. Häufig vergilbt das Gewebe um die Flecken, die Blätter werden schlaff und fallen frühzeitig ab – meist beginnt der Blattfall an den unteren Trieben und wandert nach oben. Stark geschwächte Pflanzen treiben im Spätsommer/Herbst oft erneut aus, bleiben dabei aber blühfaul.
Befallszeit und Ausbreitung
Der Pilz tritt vor allem von Mai bis in den Herbst auf, wenn Blätter über mehrere Stunden feucht bleiben (Regen, Tau, Beregnung). Sporen werden durch Spritzwasser verteilt und infizieren junge wie ältere Blätter immer wieder nach. Feuchte, schattige Lagen begünstigen den Krankheitsdruck deutlich. Das Hauptreservoir liegt im abgefallenen, infizierten Laub, von dem aus es im Frühjahr zur Neuinfektion kommt.
Vorbeugung und Pflege in der Praxis
Wähle einen sonnigen, luftigen Platz; halte je nach Rosengruppe ausreichende Abstände (z. B. Beetrosen ca. 40–60 cm, Strauchrosen 60–100 cm). Gieße bodennah am Morgen, ohne das Laub zu benetzen. Verbessere den Boden mit reifem Kompost, damit er humos und leicht lehmig bleibt; eine dünne Kompostmulchschicht mindert Spritzinfektionen (Basis der Triebe frei lassen). Entferne befallene Blätter sofort und entsorge sie über Restmüll/Biotonne – nicht auf den kalten Kompost. Schneide zu dicht stehende Triebe zurück, damit Blätter rasch abtrocknen. Stärke die Pflanzen regelmäßig mit Brennnesseljauche (z. B. 1:10 verdünnt alle 10–14 Tage ab Austrieb) und dünge ausgewogen: keine übermäßigen Stickstoffgaben, kaliumbetonte Ernährung fördert widerstandsfähiges Gewebe. Arbeite möglichst nicht an nassem Laub und reinige Werkzeuge nach Krankheitsarbeiten.
Produkt-Tipp
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