Pflaumen-Fruchtfäule (Monilia): erkennen und bekämpfen
Braune Faulstellen, schnelle Ausbreitung und harte Fruchtmumien an deiner Pflaume? Häufig steckt die Monilia-Fruchtfäule dahinter.
Hier erfährst du, wie du die Krankheit sicher erkennst, Infektionsquellen entfernst und mit einfachen Schritten deinen Baum und die Ernte schützt.
Wichtig bei Pflaumen-Fruchtfäule
- Entferne hängende Fruchtmumien und befallene Früchte noch im Winter, bevor neue Sporen freigesetzt werden.
- Lichte Pflaumenbäume nach der Ernte, damit Früchte und Triebe schneller trocknen.
- Vermeide unnötige Verletzungen an Rinde und Früchten, weil Pilze dort besonders leicht eindringen.
Fruchtfäule der Pflaume (Monilia cinerea): Krankheitsbild wie Fruchtfäule des Apfels.
Die Fruchtfäule der Pflaume (Monilia cinerea) zeigt ein Krankheitsbild, das dem der Fruchtfäule beim Apfel sehr ähnlich ist. Der Pilz befällt vor allem reifende oder bereits reife Früchte und führt dazu, dass diese zunächst braune, faulige Flecken entwickeln.
Diese Flecken breiten sich rasch aus, bis die gesamte Frucht weich wird und verfault. Häufig trocknen die befallenen Pflaumen anschließend ein und bleiben als sogenannte Fruchtmumien am Baum hängen. Diese Mumien stellen eine wichtige Infektionsquelle für das folgende Jahr dar, da der Pilz dort überdauert und im Frühjahr erneut Sporen bildet.
Der Erreger dringt bevorzugt über Verletzungen in die Frucht ein. Solche Eintrittspforten entstehen beispielsweise durch Insektenfraß, Hagelschäden oder Risse in der Fruchtschale. Besonders gefährlich sind daher Vorschädigungen durch Schorfkrankheiten, Obstmaden oder Wespen, da sie den Pilzbefall deutlich erleichtern.
Maßnahmen:
Um die Fruchtfäule wirksam zu bekämpfen, sammelt man regelmäßig alle befallenen und faulenden Früchte sorgfältig ein und entsorgt sie vollständig über den Hausmüll oder durch Verbrennen, sofern erlaubt. Man lässt infizierte Früchte nicht am Boden liegen, da sie sonst die Sporenverbreitung fördern.
Zusätzlich stärkt man die Pflanze durch geeignete pflanzenstärkende Maßnahmen, zum Beispiel durch Spritzungen mit Meerrettichjauche oder -extrakten. Diese fördern die Widerstandskraft des Gewebes und erschweren dem Pilz das Eindringen.
Außerdem kontrolliert man den Obstbaum regelmäßig auf andere Schäden und hält ihn gesund durch fachgerechten Schnitt und ausreichende Belüftung der Krone. Man bekämpft Schädlinge wie Obstmaden konsequent und verhindert so Verletzungen an den Früchten. Auch Wespen hält man möglichst fern, um Fraßstellen zu reduzieren. Durch diese integrierten Maßnahmen senkt man den Befallsdruck deutlich und schützt die Ernte langfristig vor der Fruchtfäule.
Erscheinung:
Maßnahmen:
Erscheinung:
Maßnahmen:
Schritt für Schritt richtig handeln
Bringe die verdünnte Jauche bei trockenem Boden aus und wiederhole die Anwendung im Abstand von zwei bis drei Wochen, wenn die Pflanzen unter Stress stehen.
Vorbeugen und Nachsorge
Ergänze die Stärkung durch lockeren Boden, regelmäßige Kontrollen und eine gleichmäßige Wasserversorgung, damit die Wirkung im Beet anhält.
Ergänzend passt dazu Pfirsichmehltau erkennen, vorbeugen & natürlich bekämpfen. Für die nächsten Schritte ist auch Birnenschorf erkennen, vorbeugen und natürlich bekämpfen.
Erscheinung:
Maßnahmen: