Algenkalk richtig anwenden: Dosierung, Zeitpunkt & geeignete Pflanzen

Algenkalk stabilisiert den pH-Wert, versorgt kalkliebende Pflanzen und haftet als Blattkalkung mikrofein auf den Blättern.

Hier erfährst du die passenden Mengen je Bodenart und den besten Zeitpunkt – inklusive Tipps für Buchsbaum und Hinweise, wo du besser keinen Kalk gibst.

Algenkalk richtig anwenden: Dosierung, Zeitpunkt & geeignete Pflanzen

Algenkalk Pulver – mikrofein für Boden und Blatt Schachts Algenkalk Pulver besteht zu 100% aus natürlichen fossilen Meeresablagerungen von Algen. Er enthält mikrofeines Calciumcarbonat mit einer sehr hohen Reaktivität von mehr als 80 %.

Er ist im Boden sofort und leicht umsetzbar und bildet bei der Blattkalkung einen gut haftenden, mikrofeinen Belag. Besonders geeignet für die optimale Versorgung kalkliebender Pflanzen, wie zum Beispiel Buchsbaum, Lavendel (außer Schopf-Lavendel), Bohnen, Erbsen, Leguminosen, Kohlarten, Oleander, Olivenbäume oder mediterrane Kräuter.

Art Nr: 1alka902

Größe: 1,75 kg

Art des Düngers:

  • 100% natürliche fossile Meeresablagerungen
  • Kohlensaurer Kalk 96, 96% CaCO₃

Nährstoffe/Nebenbestandteile: 54% basisch wirksame Bestandteile

Pflanzenspektrum: Buchsbaum, Lavendel (außer Schopf-Lavendel), Leguminosen (Erbsen, Bohnen), Kohlarten, Oleander, Olivenbäume, mediterrane Kräuter, Blumen, Rasen, Gemüse-Beete, Bäume, Sträucher

Art der Anwendung:

  • leichte Böden (sandig): 1-mal jährlich ca. 50 g/m²
  • schwere Böden (lehmig): 1-mal jährlich ca. 80 g/m²
  • saure Böden (pH < 5,5): leicht (sandig) 1x 100 g/m² – schwer (lehmig) 1x 250 g/m²
  • Blattkalkung: im Frühjahr auf Blätter streuen
  • Buchsbaum: Ende April bis Anfang Mai bestreuen
  • zu jeder Jahreszeit möglich
  • bester Zeitpunkt: Herbst, Winter oder Frühjahr
  • mit der Hand gleichmäßig verteilen oder mit Zerstäuber aufbringen
  • anschließendes Einarbeiten empfehlenswert

Menge ergibt:

  • allgemein: richtet sich nach dem Pflanzenbestand und pH-Wert des Bodens
  • 1  Deckelinhalt gestrichen 30 g

Nützliche Hinweise:

  • Einmischen in Gießwasser möglich (pH-Wert Boden beachten)
  • Pflanzen nach Bekalkung schütteln, damit der Kalk ins Innere gelangt
  • durch regelmäßige Kalkgaben über Blatt oder Boden werden Buxus wiederstandsfähiger gegenüber Schädlingen und Krankheiten (Zünsler, Welke, Triebsterben)
  • nicht anwenden bei  kalkempfindlichen Pflanzen (Moorbeetpflanzen)

Dosierung nach Boden und pH-Wert

Miss vor der Gabe den pH-Wert mit einem Bodentest (Mischprobe aus mehreren Entnahmestellen, ca. 10–20 cm Tiefe). Kalkliebende Kulturen wie Buchsbaum, Lavendel (nicht Schopf-Lavendel), Kohlarten, Leguminosen, Oleander, Olivenbäume und mediterrane Kräuter gedeihen meist im neutralen bis leicht alkalischen Bereich. Rasen liegt je nach Boden häufig zwischen etwa pH 5,5–6,5, Gemüsebeete oft zwischen 6,0–7,0. Für die Erhaltungskalkung genügen auf leichten, sandigen Böden rund 50 g/m² pro Jahr, auf schweren, lehmigen Böden etwa 80 g/m². Ist der Boden stark sauer (unter pH 5,5), streust du einmalig ca. 100 g/m² auf Sandboden bzw. ca. 250 g/m² auf Lehmboden und kontrollierst den pH-Wert anschließend erneut. Moorbeetpflanzen (z. B. Rhododendron, Azalee, Heidelbeere, einige Hortensien) werden nicht gekalkt.

Richtiger Zeitpunkt und Anwendung

Die beste Zeit liegt im Herbst, Winter oder Frühjahr. Streue bei trockenem, windstillem Wetter und nicht auf nasses Laub; arbeite den Kalk auf Beeten flach ein und wässere leicht. Zur Blattkalkung im Frühjahr haftet der mikrofeine Belag gut auf den Blättern; beim Buchsbaum bewährt sich das Bestreuen von Ende April bis Anfang Mai nach dem Austrieb. Schüttle die Pflanzen danach vorsichtig, damit der Kalk in das dichte Innere gelangt. Einmischen ins Gießwasser ist möglich, achte dabei auf den Boden-pH. Als Dosierhilfe: Ein gestrichener Deckel entspricht etwa 30 g. Nach starken Regenfällen kann eine leichte Nachstaubung erforderlich sein.

Geeignete Pflanzen, Ausschlüsse und Warnzeichen

Geeignet sind neben Buchsbaum u. a. Lavendel (ohne Schopf-Lavendel), Leguminosen (Erbsen, Bohnen), Kohlarten, Oleander, Olivenbäume, mediterrane Kräuter sowie Blumen, Rasen, Gemüse-Beete, Bäume und Sträucher. Ungeeignet sind kalkempfindliche Moorbeetpflanzen. Warnzeichen für zu sauren Boden sind vermehrtes Moos im Rasen, kümmerlicher Wuchs und gelbliche Blätter trotz Düngung; bei Überkalkung können hellgrüne bis gelbe Blätter durch Eisen- oder Manganmangel auftreten. Beim Buchsbaum unterstützt regelmäßige, maßvolle Kalkung die Widerstandskraft gegen Zünsler, Welke und Triebsterben; kontrolliere dennoch ab April/Mai und nochmals im Spätsommer auf Zünslerbefall und passe die Pflege an den gemessenen pH-Wert an.

Weitere passende Ratgeber: Algenkalk Pulver 3 kg, PFLANZENARZT Algenkalk Bacillus.