Wie deine Pflanzen den Winter überstehen

Wie deine Pflanzen den Winter überstehen

Typische Fehler vermeiden

Der Wechsel vom sommerlichen Draußen ins schützende Winterquartier ist für viele Pflanzen eine heikle Phase. Häufige Folgen: plötzlicher Schimmel, klebrige Blätter oder nervige kleine Fliegen. Wenn du weißt, worauf es ankommt, lassen sich diese Probleme leicht vermeiden.

Ob Oleander, Geranien oder Lorbeer – die meisten Kübelpflanzen stammen aus wärmeren Gegenden und sind mit unseren nasskalten Wintern schlicht überfordert. Deshalb ist ein geeigneter Platz zum Überwintern entscheidend. Doch auch im Winterquartier brauchen Pflanzen ab und zu deine Aufmerksamkeit.

Am besten erinnerst du dich mit einem kleinen Kalendereintrag regelmäßig an deine grünen Schützlinge – ein schneller Blick alle zwei Wochen genügt meist schon, um Probleme frühzeitig zu erkennen.

Gießen mit Gefühl

Viele Pflanzen fallen jetzt in eine Art Winterschlaf. Ihr Stoffwechsel fährt runter, sie wachsen kaum noch – brauchen also auch weniger Wasser. Trotzdem sollte der Wurzelballen nie vollständig austrocknen.

Wenn es im Winterquartier kühl ist, reicht meist ein sparsames Gießen alle zwei Wochen. Besonders wenn die Pflanzen bereits viele Blätter abgeworfen haben, sinkt der Wasserbedarf stark. Doch Achtung: Staunässe ist jetzt der größte Feind. Lass kein Wasser im Untersetzer stehen – sonst drohen „kalte Füße“, was viele Wurzeln übelnehmen.

Tipp: Achte auf die Erde. Wenn sie sich vom Topfrand löst oder rissig wird, ist es höchste Zeit für einen kleinen Schluck Wasser.

Wenn sich auf der Erde Schimmel zeigt

Hast du schon mal weißen Belag auf der Topferde entdeckt? Oft sind herabgefallene Blätter die Ursache – sie zersetzen sich und bieten Schimmelpilzen eine perfekte Grundlage. Räum sie regelmäßig weg, dann hast du das Problem schnell im Griff.

Ein zusätzlicher Trick: Streue eine dünne Schicht Sand auf die Erde. So trocknet die Oberfläche schneller ab, und Schimmel hat es schwerer.

Möchtest du deiner Pflanze bei schimmliger Erde etwas Gutes tun kann ein Bio-Bodenaktivator helfen. Fördert nützliche Mikroorganismen und aktiviert das Bodenleben – besonders hilfreich bei Winterruhe oder ausgelaugten Töpfen.

Frühstarter? Wenn Pflanzen zu früh austreiben

Fangen deine Pflanzen mitten im Winter an zu wachsen? Dann ist es ihnen vermutlich zu warm. Sie verbrauchen dabei wichtige Reserven, die sie im Frühling brauchen würden.

Ideale Temperaturen fürs Überwintern liegen zwischen 2 und 10 Grad Celsius. Und je dunkler der Platz, desto besser. So bleibt der Stoffwechsel ruhig – genau das, was deine Pflanzen jetzt brauchen.

Klebrige Flecken und feine Gespinste: Jetzt wird’s lästig

Wenn du plötzlich glänzende Stellen unter den Pflanzen oder feine Gespinste an den Blättern entdeckst, sind meist Schildläuse oder Spinnmilben am Werk. Die gedeihen besonders gut bei trockener Heizungsluft.

Was hilft? Lüfte regelmäßig und erhöhe die Luftfeuchtigkeit – etwa mit einer Schale Wasser auf der Fensterbank oder einer Sprühflasche. Je stabiler das Klima, desto schwerer haben es die Schädlinge.

Schildläuse – gut getarnt, aber verräterisch

Die kleinen Schädlinge sind Meister im Verstecken. Weibliche Schildläuse kleben sich unter einem harten Panzer an die Pflanze und saugen dort ungestört den Pflanzensaft. Ihre Hinterlassenschaften – der sogenannte Honigtau – machen sich als klebrige Tropfen bemerkbar.

Dieser Honigtau ist nicht nur nervig, sondern fördert auch die Bildung von Rußtaupilzen. Außerdem lockt er Ameisen an, die die Läuse sogar schützen. Typische Anzeichen: pockenartige Verdickungen, welke Blätter und klebrige Oberflächen.

Schildläuse natürlich loswerden – mit Pflanzenkraft

Du willst keine Chemie? Dann probiere eine selbstgemachte Spritzkur aus:

Rainfarn-Sud: 100 Gramm getrockneter Rainfarn, 30 Minuten in 1 Liter Wasser kochen, abseihen und im Verhältnis 1:6 mit Wasser verdünnen. Pflanzen damit gründlich einsprühen. Bei starkem Befall nach drei Tagen wiederholen.

Wermut-Sud: Genauso wie der Rainfarn-Sud zubereiten. Meist reicht eine einmalige Anwendung.

Alternativ kannst du auch den PFLANZENARZT Garten Cleaner mit Orangenöl einsetzen. Das natürliche Mittel wirkt effektiv gegen Schildläuse, Blattläuse, Spinnmilben und sogar Ameisen. Hier geht’s direkt zum Produkt: PFLANZENARZT Garten Cleaner – 350 ml -Gegen Schildläuse, Spinnmilben, Blattläuse & Ameisen Wirkt natürlich mit Orangenöl (D-Limonen), zerstört die Schutzschicht der Schädlinge und trocknet sie aus. Ideal für Zimmer- und Kübelpflanzen im Winterquartier.

Um deine Pflanzen gegen Pflanzenläuse zu stärken und sie robuster gegenüber Schädlingen zu machen verwende Bio-Pflanzenspray Rainfarn & Wermut – 500ml (fertig gemischt). Enthält die bewährte Kräuterkombi gegen schädlingsanfällige Pflanzen- einfach aufsprühen. 👉

Trauermücken – wenn kleine Fliegen plötzlich über den Töpfen tanzen

Sind ständig winzige schwarze Fliegen unterwegs? Dann ist vermutlich deine Erde zu feucht – ideale Bedingungen für Trauermücken. Und die können richtig gefährlich werden, weil ihre Larven an den Wurzeln knabbern. Drinnen haben die Trauermücken keine Feinde und vermehren sich mit rasender Geschwindigkeit.

Die sanfteste Methode: Lass die oberste Schicht Erde komplett austrocknen und decke sie mit Sand ab. Dann können die Larven nicht weiter überleben und neue Mücken schlüpfen kaum nach. Zusätzlich kannst du Gelbtafeln einsetzen – die gelbe Farbe zieht die Trauermücken magisch an, und der Kleber sorgt dafür, dass sie dort bleiben. So lässt sich der Befall einfach überwachen und die erwachsenen Mücken werden reduziert, wodurch sich weniger Larven bilden. Hier geht’s direkt zum Produkt:- Gelbtafeln aus Papier. Die Alternative zu Gelbtafeln aus Kunststoff.