Olivenbaum richtig pflegen

Olivenbaum – So fühlst du dich wie im Mittelmeer

Träumst du davon, ein Stück mediterranes Lebensgefühl auf deinen Balkon oder deine Terrasse zu bringen? Das gelingt dir ganz leicht mit einem Olivenbaum, denn auch bei uns wachsen diese charaktervollen Pflanzen mit etwas Zuwendung richtig gut. Es braucht jedoch mehr als nur Sonnenstrahlen, damit sich dein Olivenbaum rundum wohlfühlt. Hier erfährst du, wie dir die Pflege wirklich gelingt und was du besser vermeiden solltest.

Urlaubsstimmung für Zuhause

Hast du deine Ferien gern im sonnigen Süden verbracht, wird dich der Anblick eines Olivenbaums sicherlich sofort an warme, entspannte Tage zurückdenken lassen. Inzwischen findest du Olivenbäume in vielen hiesigen Gartenmärkten und Baumschulen – die Auswahl ist groß und die Pflanzen sind bestens an unser Klima angepasst.

Du kannst deinen Olivenbaum direkt ins Beet deines Gartens setzen oder ihn im Topf auf Balkon oder Terrasse in Szene setzen. Mit ein paar einfachen Handgriffen kannst du dafür sorgen, dass der Baum gesund bleibt und auch die kalte Jahreszeit problemlos übersteht. Die wichtigsten Tipps für die Olivenbaumpflege findest du hier!

Klima und Standort: Wo fühlt sich dein Olivenbaum wohl?

Stell dir vor, du möchtest einen Olivenbaum in deinem Garten heranziehen. Ursprünglich stammt dieses charaktervolle Bäumchen aus Regionen rund ums Mittelmeer, aber auch im Nahen Osten und in Südafrika fühlt es sich zu Hause. Dank der warmen Sommermonate findet die Olive auch in unseren Breitengraden die passenden Voraussetzungen, um gut zu wachsen.

Gönnst du deinem Olivenbaum regelmäßige Wassergaben und pflanzt dazu locker Stauden oder kleine Halbsträucher um seinen Stamm, dann schaffst du perfekte Bedingungen – besonders zwischen März und September. Wohnst du in einer wärmeren Gegend, kannst du die Olive sogar ohne große Bedenken direkt ins Freie setzen und dich an ihrem gesunden Wuchs erfreuen.

Aber vergiss nicht: Die kalte Jahreszeit spielt eine wichtige Rolle. Pflanzt du deine Olive in den Garten, achte darauf, ihr ein geschütztes Plätzchen zu geben – am besten in der Nähe der Hauswand. Dort profitiert dein Baum von der Wärme, die vom Boden und von hellen Wänden abstrahlt.

Hast du deinen Olivenbaum im Topf, darf er im Sommer ruhig draußen stehen und den Regen genießen. Im Winter solltest du jedoch etwas vorsichtiger sein, denn zu viel Nässe schadet ihm. Hier kann ein unterstehendes Dach oder ein Platz am Dachüberstand sehr hilfreich sein und deinem Bäumchen zusätzlichen Schutz bieten.

Der Boden braucht konstante Feuchtigkeit

Obwohl Olivenbäume ihre Ursprünge im warmen Süden haben, kommen sie mit längerer Trockenheit nicht gut zurecht. Am besten hältst du die Erde rund um deine Oliven immer gleichmäßig feucht – besonders dann, wenn sie im Topf stehen.

Wenn du deine Olive im Garten eingepflanzt hast, kann sie sich mit ihren kräftigen Wurzeln, die bis zu sechs Meter tief reichen, eigenständig mit Wasser versorgen. Bei Topfpflanzen funktioniert das leider nicht. Hier ist regelmäßiges Gießen Pflicht, damit es deinen Oliven gut geht.

Was du unbedingt verhindern solltest, ist Staunässe. Damit sich das Wasser nicht im Topf oder Pflanzloch staut, empfiehlt sich eine gute Drainageschicht. So bleiben die Wurzeln gesund und du kannst dich lange an deinem Olivenbaum erfreuen.

Olivenbaum richtig versorgen

Im Frühjahr

Schon im zeitigen Frühjahr freut sich dein Olivenbaum über eine Portion Nährstoffe, die speziell auf mediterrane Pflanzen abgestimmt sind. Greife am besten zu einem Langzeitdünger – damit ist das Bäumchen über Wochen optimal versorgt und du musst erst im Spätsommer oder Herbst erneut düngen.

Im Herbst

ist es besonders wichtig, einen Dünger mit erhöhtem Kaliumgehalt zu verwenden. Diese sogenannten Herbstdünger stärken die Zellstruktur deines Olivenbaums und helfen ihm, auch kräftigen Frost besser zu überstehen und gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen.

Gelbe Blätter an deinem Olivenbaum?

Viele Gartenfreunde kennen das: Plötzlich bekommen die Blätter des Olivenbaums eine gelbe Färbung. Dahinter können verschiedene Gründe stecken, etwa zu viel Feuchtigkeit, ein Mangel an Nährstoffen oder sogar eine Pilzerkrankung. Einzelne gelbe Blätter sind meist völlig normal und fallen einfach ab – da brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Problematisch wird es aber, wenn ganze Zweige betroffen sind und die Gelbfärbung überhandnimmt.

Gerade im Winterquartier tritt das Problem öfters auf. Steht dein Olivenbaum in einer dunklen Ecke oder bekommt zu viel Wasser, können die Blätter schnell gelb werden. Am besten lässt du das Substrat zwischendurch komplett abtrocknen, bevor du wieder zur Gießkanne greifst. Ein weiterer Tipp: Drehe deinen Olivenbaum ab und zu, damit alle Seiten ein bisschen vom vorhandenen Licht abbekommen – das verhindert den “Lichtentzug”.

In den meisten Fällen gibt sich der gelbe Blätter-Alarm von selbst, sobald dein Olivenbaum im Frühling wieder nach draußen darf und Luft bekommt. Sollte das Problem dennoch weiter bestehen, lohnt es sich, mit betroffenen Blättern untersuchen zu lassen.

 

Ergänzungen

Mediteran

Stell dir einen prachtvollen Olivenbaum in deinem Garten vor – er zieht garantiert alle Blicke auf sich. Perfekt dazu passt Lavendel: Mit seinem angenehmen Duft und den hübschen violetten Blütenähren bringt er mediterranes Flair unter die Olive. Lavendel braucht kaum Pflege, nur hin und wieder solltest du ihn zurückschneiden, damit er in Form bleibt.

Wenn du Lust auf noch mehr Pflanzen aus dem Mittelmeerraum hast, kannst du zur Bart-Iris, auch Schwertlilie genannt, oder zur Yucca greifen. Vielleicht probierst du es auch mal mit Gräsern: Der robuste Blau-Schwingel wächst dicht unter dem Olivenbaum und bildet einen hübschen, kompakten Teppich.

weitere Ergänzungen Gräser und duftende Akzente

Ein weiterer Tipp ist das Tautropfengras. Es begrüßt dich mit einem dezenten Duft und lockert das Ensemble mit seinen feinen, buschigen Halmen auf, die bis zu einem halben Meter hoch werden.

An sehr sonnigen und warmen Standorten macht sich die Hohe Fetthenne besonders gut. Sie zeigt ihre Blüten vom Spätsommer bis weit in den Winter hinein. Damit auch im Frühling Farbe ins Spiel kommt, empfiehlt es sich, rund um deine Olive verschiedene Zwiebelblumen zu setzen. Besonders hübsch wirken die kleinen Botanischen Tulpen – sie läuten mit ihren bunten Blüten die neue Gartensaison ein und kommen sogar mit sommerlicher Trockenheit gut klar.

Ein gutes Winterquartier für deinen Olivenbaum

Olivenbäume stecken kalte Nächte bis zu minus vier Grad draußen noch gut weg. Wird es aber länger richtig frostig, solltest du deinen Baum an einen hellen, geschützten Platz umsiedeln. Am besten eignet sich dafür ein unbeheizter, heller Flur oder ein überdachter Carport. In warme Wohnräume solltest du ihn nicht stellen, das bekommt ihm nicht.

Die Wurzeln brauchen besonderen Schutz vor eisigen Temperaturen. Damit sie gut durch den Winter kommen, polstere den Pflanztopf am besten schon beim Einsetzen mit Styropor aus – so bleiben die Wurzeln schön warm und sicher.

Wenn du wissen möchtest, wie du deinen Olivenbaum im Topf optimal über den Winter bringst, findest du noch mehr Tipps in unserem folgenden Beitrag.

Auch draußen kannst du deinem Olivenbaum Schutz bieten, allerdings ist das etwas aufwändiger. Wickel den Baum zum Beispiel in ein Gartenvlies – so bleibt die Temperatur unter der Hülle ein paar Grad milder. Aber denk daran: Das solltest du unbedingt machen, bevor es draußen richtig friert. Packst du den Baum erst nach dem ersten Frost ein, sperrst du die Kälte mit ein. Alternativ kannst du auch einen kleinen Unterstand für deinen Olivenbaum bauen, ähnlich wie ein Tomatenhaus.

Ein Dach und seitliche Wände auf der Wetterseite halten Nässe und eisigen Wind fern. Da der Regen jetzt nicht mehr an die Wurzeln kommt, musst du auch im Winter hin und wieder vorsichtig gießen. Ganz wichtig: Sorge dafür, dass dein Unterstand fest verankert ist, damit er auch kräftigen Winterstürmen trotzt.

Pilzerkrankungen im Winter erkennen

Wickelst du deine Olive im Winter ein oder steht sie sehr geschützt, kann sich Feuchtigkeit stauen – perfekte Bedingungen für Pilze! Werden die Blätter dabei gelb, gieße auf keinen Fall zu viel. Achte außerdem darauf, alle abgefallenen Blätter gründlich aufzusammeln und nicht einfach im Topf liegen zu lassen, denn Sauberkeit ist jetzt besonders wichtig.

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