Warum bekommen Zimmerpflanzen braune Blätter

Warum bekommen Zimmerpflanzen braune Blätter

Du freust dich schon über deine ständig wachsende Pflanzensammlung, und dann fällt dein Blick auf ein welkes, braunes Blatt – das kann ganz schön frustrierend sein. Fast immer sagt dir deine Pflanze damit, dass irgendetwas nicht ganz richtig läuft. Damit du weißt, wie du reagieren solltest, erfährst du hier, wodurch solche Blattverfärbungen entstehen können.

Wasser: Ein empfindliches Gleichgewicht

Beim Gießen ist Fingerspitzengefühl gefragt: Gibst du zu viel Wasser, kann das genauso schaden wie eine zu lange Trockenphase. Gehörst du zu den eher zurückhaltenden Gießern, kannst du das schnell korrigieren: Gib der Pflanze zuerst einen kleinen Schluck direkt auf den Wurzelbereich. Ist die Erde schon richtig trocken, tauch den Topf k urz in lauwarmes Wasser, bis der Wurzelballen sich vollsaugt.

Hat deine Pflanze hingegen einen regelrechten „Wasserstau” erlitten, solltest du rasch handeln. Kontrolliere, ob der Topf genug Abflusslöcher hat, damit kein überschüssiges Wasser stehen bleibt. Schlechte, schwarze Wurzeln schneidest du einfach raus. Ist Schimmel sichtbar, bekommt deine Pflanze am besten frische Erde und einen neuen Topf. Vor dem nächsten Gießen lass das Substrat richtig abtrocknen – so erholt sie sich meist am besten.

Lichtverhältnisse – So fühlt sich deine Pflanze wohl

Mach dir Gedanken, wie viel Sonne in den Raum fällt, bevor du dich für eine neue grüne Mitbewohnerin entscheidest. Deine Pflanzen danken dir den passenden Standort – aber zu starkes direktes Sonnenlicht stresst viele Arten, während andere Lichtmangel nicht vertragen.

Merk dir: Sukkulenten lieben viel, direktes Tageslicht, perfekt also auf dem hellen Fensterbrett. Hast du Pflanzen mit weicheren, dunklen Blättern, wie etwa Farne, Monstera oder Palmen? Die gedeihen besser mit ein bisschen Distanz zur prallen Sonne und mögen lieber halbschattige Plätze.

Die richtige Düngermenge nicht vergessen

Auch beim Thema Dünger gilt es, Maß zu halten. Die meisten Pflanzen reagieren auf Über- oder Unterversorgung sensibel. Informiere dich am besten, wie oft deine Pflanze Nachschub braucht und gönne ihr in Ruhephasen wie im Winter eine Düngerpause.

Wenn du gießen möchtest, tut Regenwasser deinen Pflanzen besser als frisches Leitungswasser. Falls kein Regenwasser zur Verfügung steht, kannst du Leitungswasser einfach zwei Tage lang offen stehen lassen – so verdunstet ein Großteil des Kalks. Denke außerdem daran: Bei ungeeigneter Erde hilft oft nur gründliches Umtopfen. Mit passendem Substrat fühlt sich deine Pflanze schnell wieder wohl und die braunen Blätter gehören bald der Vergangenheit an.

Braune Blätter durch wechselnde Temperaturen? So hilfst du deinen Pflanzen

Wenn draußen das Wetter verrücktspielt, kannst du darauf wenig Einfluss nehmen – deine Wohnung bleibt allerdings davon nicht verschont. Veränderungen im Außenklima wirken sich auch bei dir zuhause aus und sorgen für andere Temperaturen und oft auch Schwankungen bei der Luftfeuchtigkeit. Besonders tropische Pflanzen reagieren auf trockene Hitze – oder auf warme Heizungsluft – mit braunen Blatträndern. Damit das nicht passiert, verwöhne die Blätter regelmäßig mit einem Wassernebel aus einer Sprühflasche.

Wann deine Pflanzen weniger Wasser mögen

Wird es drinnen langsam kühler, solltest du beim Gießen etwas zurückhaltender sein. Zu viel Feuchtigkeit in kälteren Räumen kann nämlich schnell zu nassen Wurzeln führen, die den Pflanzen stressen. Damit es ihnen leichter fällt, sich auf den Wechsel von Sommer zu Herbst einzustellen, beginne das Heizen in deinen Zimmern langsam und steigere die Temperatur Stück für Stück.

Was bedeutet das, wenn du kleine Tiere und braune Flecken entdeckst?

Stimmen die Bedingungen trotzdem nicht ganz, zeigt sich das manchmal durch kleine braune Stellen auf den Blättern. Krabbeln dazu noch winzige rote Tierchen über die Pflanze, handelt es sich vermutlich um Spinnmilben. Dann gönnst du deiner grünen Mitbewohnerin am besten eine gründliche Dusche und sammelst welkes Laub ab. Und falls der Befall hartnäckig bleibt, greif doch zu einer selbstgemachten Brennnessellösung.

Keine Panik bei braunen Blättern – das hilft wirklich

Ein paar braune Blätter sind noch lange kein Grund zur Sorge. Achte einfach darauf, von geschädigten Blättern nur die Stellen abzuschneiden, die wirklich trocken und braun sind. So vermeidest du, dass deine Pflanze unnötig Energie für große “Wunden” aufbringen muss und sie kann sich in Ruhe erholen. Befolgst du diese Tipps, wird deine grüne Oase selbst mit kleineren Schönheitsfehlern bestens zurechtkommen.

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