Glücksfeder (Zamioculcas) Die Zauberpflanze für dunkle Ecken

Glücksfeder (Zamioculcas) Die Zauberpflanze für dunkle Ecken

Glücksfeder (Zamioculcas) Die Zauberpflanze für dunkle Ecken

Warum die Glücksfeder in dunklen Ecken punktet

Die Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia) ist robust, und sie speichert Wasser in dicken Rhizomen, und genau deshalb kommt sie mit wenig Pflege aus. Sie mag helles, indirektes Licht, aber sie wächst auch in schattigen Ecken, denn sie kann mit wenig Sonnenstrahlen haushalten. Du bekommst also eine entspannte Zimmerpflanze, die Dir verzeiht, wenn Du mal das Gießen vergisst, und die trotzdem frisch und grün bleibt.

Standort und Licht: hell, aber nicht heiß

Stell die Glücksfeder an einen Platz mit viel Tageslicht, jedoch ohne direkte Mittagssonne, denn starke Sonne kann die Blätter verbrennen. Ein Nord- oder Ostfenster passt gut, und ein paar Meter hinter einem Südfenster funktioniert ebenfalls. In wirklich dunklen Räumen wächst sie langsamer, aber sie hält durch. Wenn Du noch weitere Ideen für schattige Plätze suchst, dann schau in diesen Beitrag: Zimmerpflanzen für wenig Licht: pflegeleichte Arten für dunkle Räume.

Gießen: weniger ist mehr, und Staunässe vermeiden

Lass die obere Erdschicht gut abtrocknen, und warte lieber noch ein paar Tage, denn Staunässe ist der häufigste Fehler. Prüfe mit dem Finger: Fühlt sich die Erde bis knöcheltief trocken an, dann kannst Du gießen. Im Sommer reicht meist alle 2–3 Wochen, im Winter oft noch seltener. Gieße durchdringend, und kippe überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer, weil die Wurzeln sonst faulen können. Gelbe, matschige Blätter deuten auf zu viel Wasser hin, und eingerollte, trockene Blätter eher auf zu wenig.

Erde, Topf und Umtopfen: luftig und mit Abfluss

Die Glücksfeder liebt eine gut drainierende Mischung, damit Wasser schnell ablaufen kann. Eine Kakteenerde mit etwas Bims, Perlite oder grobem Sand ist ideal. Wichtig sind Abzugslöcher im Topf, sowie eine Drainageschicht aus Blähton. Topfe um, wenn der Wurzelballen den Topf ausbeult, oder wenn die Pflanze sehr langsam wächst, obwohl Licht und Wasser stimmen. Meist genügt alle 2–3 Jahre ein Topf, der nur 2–3 cm größer ist. Frische Erde fördert neue Triebe, und sie beugt Staunässe vor, weil die Struktur wieder locker ist. Für mehr Tipps rund ums Umtopfen und gute Substrate lies auch: Frühjahrskur für Zimmerpflanzen: richtige Erde, Umtopfen & Pflege.

Düngen und Wachstum: sparsam und gleichmäßig

Von Frühling bis Spätsommer reicht eine leichte Düngung alle 4–6 Wochen. Nimm eine geringe Dosierung und dünge nur auf feuchter Erde, damit die Wurzeln geschützt sind. Im Winter braucht die Pflanze meist keinen Dünger, denn das Wachstum ruht. Wenn Du die Pflanze stärken möchtest, ohne zu übertreiben, kannst Du unterstützend ein schonendes Stärkungsspray verwenden, zum Beispiel Bio-Pflanzenspray Ackerschachtelhalm & Hafer 500ml, und so die Blätter pflegen sowie die Widerstandskraft erhöhen.

Blattpflege, Staub und Luftfeuchte

Staub blockiert Licht, und er fördert Schädlinge, deshalb wische die Blätter gelegentlich mit einem weichen, leicht feuchten Tuch ab. Du kannst dabei sanft von der Blattbasis zur Spitze arbeiten. Für die regelmäßige Blattpflege eignet sich auch PFLANZENARZT Zimmerpflanzenzauber 350 ml, denn damit reinigst Du schonend, und die Blätter sehen wieder frisch aus. Normale Raumluft reicht aus, und kurze, lauwarme Duschen im Bad entfernen Staub gründlich. Zugluft und kalte Heizungsluft mag die Glücksfeder allerdings nicht, deshalb wähle einen ruhigen, gleichmäßigen Platz.

Vermehrung: Teilung oder Blattstecklinge

Bei der Teilung nimmst Du die Pflanze beim Umtopfen aus dem Topf, und Du trennst vorsichtig ein Stück mit eigenem Rhizom und einigen Trieben ab. Setze das Teilstück in frische, drainierende Erde, und gieße sparsam an. Für Blattstecklinge schneidest Du ein gesundes Blatt mit Stiel ab, und Du steckst es wenige Zentimeter tief in leicht feuchte Anzuchterde. Es dauert einige Monate, bis ein neues Rhizom entsteht, und deshalb brauchst Du Geduld, aber am Ende lohnt es sich.

Häufige Probleme und sanfter Pflanzenschutz

Gelbe Blätter kommen oft von zu viel Wasser, und braune Blattspitzen eher von Trockenstress oder sehr trockener Luft. Stehen die Triebe schief, drehe den Topf alle paar Wochen, damit die Pflanze gleichmäßig wächst. Bei Schädlingen wie Wollläusen, Schildläusen oder Spinnmilben hilft es, befallene Stellen zuerst mit einem in Seifenwasser getränkten Tuch abzuwischen, und anschließend die Pflanze mit lauwarmem Wasser abzuduschen. Danach kannst Du die Pflanze stärken, zum Beispiel mit Bio-Pflanzenspray Ackerschachtelhalm & Hafer 500ml, damit sie sich schneller erholt. Beobachte in den folgenden Wochen regelmäßig, und isoliere die Pflanze bei starkem Befall von anderen.

Sicherheit: Handschuhe tragen und Abstand für Haustiere

Die Glücksfeder enthält Stoffe, die Haut reizen können, und sie ist beim Verschlucken nicht bekömmlich. Deshalb trage beim Schneiden Handschuhe, und wasche Dir danach die Hände. Stelle die Pflanze so, dass Kinder und Haustiere nicht an Blätter oder Saft gelangen. Ein stabiler Übertopf sorgt zusätzlich dafür, dass die Pflanze nicht so leicht umkippt.

Passt die Glücksfeder zu Dir?

Wenn Du eine pflegeleichte Zimmerpflanze suchst, die verzeiht und die auch mit weniger Licht klarkommt, dann passt die Glücksfeder sehr gut zu Dir. Sie wächst langsam, aber zuverlässig, und sie macht mit ihrem dunklen Grün jede Ecke freundlich. Weitere robuste Mitbewohner findest Du hier: Pflegeleichte Zimmerpflanzen: 9 robuste Arten für Anfänger.

Zum Schluss noch zwei Profi-Tipps: Halte Temperaturen zwischen 18 und 26 °C, und meide kalte Zugluft, weil das die Blätter stresst. Und gieße lieber selten, aber gründlich, sowie immer mit Abfluss, denn so bleibt die Glücksfeder lange gesund und schön.

Quelle: Der Pflanzenarzt (René Wadas)