Engerlinge im Blumentopf: erkennen, bestimmen, vorbeugen

Topfpflanzen leiden, wenn Engerlinge an ihren Wurzeln fressen. Die Larven sitzen oft unbemerkt im Substrat und schwächen deine Pflanzen nachhaltig.

Hier erfährst du, wie du sie mit einem einfachen Wasserbad-Test aufspürst, schädliche und nützliche Arten unterscheidest und deine Töpfe mit wenigen Handgriffen vorbeugst.

Engerlinge im Blumentopf

Unliebsame Larven im Blumentopf – So spürst du Engerlinge auf

Sobald die ersten Sonnenstrahlen den Frühling ankündigen, juckt es dich sicher in den Fingern, Balkon und Garten wieder mit prächtigen Blumentöpfen zu verschönern. Doch während du dich am frischen Grün erfreust, können versteckte Schädlinge das Pflanzenparadies schon bedrohen: Engerlinge fühlen sich nicht nur im Gartenboden, sondern auch in deinen Blumentöpfen wohl.

Sie graben sich heimlich an die Wurzeln deiner Lieblingspflanzen und machen dort kurzen Prozess. Hier liest du, wie du ihnen auf die Schliche kommst und was du gegen einen Befall tun kannst.

Wer verbirgt sich hinter dem Begriff Engerling?

Engerlinge sind eigentlich „Kinder“ der Käfer – je nach Art zum Beispiel vom Maikäfer, von Rosenkäfern und anderen. Die Larven können richtig groß werden, manchmal bis zu sechs Zentimeter. Ihre Farbe variiert von blassgrau bis hin zu einem rötlichen Ton, manche Arten erscheinen sogar fast schwarz.

Typisch sind ein kräftiger Kopf, markante Kiefer und drei Beinpaare, die ihnen das Graben in deiner Erde erleichtern. Dort machen sie sich fleißig über die Wurzeln her, was deine Pflanzen ziemlich schwächt oder sogar absterben lassen kann.

Empfindliche Jungpflanzen, aber auch Kartoffeln, Erdbeeren, Salat oder Rüben stehen bei den kleinen Vielfraßen ganz oben auf dem Speiseplan – daher heißt es: Augen auf im Blumentopf!

So erkennst du, ob sich Engerlinge in deiner Erde tummeln

Verdächtig, dass deine Pflanzen unter einem versteckten Schädling leiden? Mit einem ganz einfachen Kniff verschaffst du dir Klarheit: Hebe die betroffenen Pflänzchen vorsichtig aus ihrem Topf und platziere sie mitsamt Erde in einen mit Wasser gefüllten Eimer. Achte dabei darauf, dass die komplette Erde gut mit Wasser bedeckt ist.

Zu viel Feuchtigkeit mögen Engerlinge nämlich gar nicht. Sie reagieren darauf, indem sie zügig an die Erdoberfläche krabbeln. Nach ein paar Stunden kannst du prüfen, ob sich Larven aus dem Boden herauswagen. Falls die kleinen Tierchen an die Oberfläche gekommen sind, hast du den Übeltäter gefunden. Bleiben sie jedoch aus, stecken vermutlich andere Ursachen hinter dem Unwohlsein deiner Pflanze.

Nicht jeder Engerling ist schädlich für deinen Garten

Wenn du beim Buddeln im Beet auf ein paar Larven triffst, ist das kein Grund zur Sorge. Es gibt nämlich einige Engerlinge, die deinen Pflanzen nichts Böses wollen. Die Larven vom Mai-, Juni- und Gartenlaubkäfer sind allerdings echte Plagegeister: Sie suchen sich gern die frischen Wurzeln deiner Lieblingspflanzen aus. In diesem Fall solltest du rasch dafür sorgen, dass die Eindringlinge verschwinden, damit deine grünen Schützlinge keinen Schaden nehmen.

Andere Larven schonen deine Beete

Noch besser sieht es aus, wenn du Engerlinge vom Rosen- oder Nashornkäfer erwischt hast. Diese beiden Arten lassen deine gesunden Pflanzen nämlich in Ruhe und sind stattdessen dabei, abgefallene, alte Pflanzenreste im Boden zu zersetzen. Damit sorgen sie sogar auf ihre Art für ein gesundes Bodenleben und helfen dir bei der Gartenarbeit, ohne dich zu stören.

Woran du die kleinen Krabbler erkennst

Um herauszufinden, welchen Engerling du gerade gefunden hast, lohnt sich ein genauer Blick auf seine Bewegungsart. Die Larven vom Maikäfer schlängeln sich auf der Seite liegend nach vorn. Fällt dir auf, dass die Larve auf dem Bauch kriecht, handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen Junikäfer-Engerling. Die Larven des Rosenkäfers legen sich dagegen genüsslich auf den Rücken und robben so durch die Erde. Auf diese Weise kannst du schnell und einfach bestimmen, wem du beim Graben begegnet bist.

Mit diesen Tricks schützt du deine Pflanzen vor Engerlingen

Es gibt ein paar clevere Möglichkeiten, damit sich Engerlinge gar nicht erst in deinem Garten breitmachen. Eine besonders einfache Maßnahme: Verzichte darauf, in den Abendstunden rund um deine Pflanzen Lichter brennen zu lassen. Viele Käfer, die ihre Eier ablegen wollen, fühlen sich nämlich vom Licht angezogen – das kann schnell zu einem ungewollten Befall führen.

Praktische Maßnahmen während der Hauptsaison

Gerade zwischen Mai und Juni sind Insektenschutznetze eine sehr gute Wahl, um deine Beete oder Blumenkübel abzusichern. Lege die Netze locker über deine Pflanzen, um zu verhindern, dass Käfer dort ihre Eier ablegen. So bietest du Engerlingen schon im Vorfeld weniger Chancen, sich in deinem Garten unbemerkt zu entwickeln.