Aussaat im März: Diese Gemüse & Kräuter jetzt säen und vorziehen
Du willst im Frühling früh ernten, weißt aber nicht, was schon im März startet? Hier erfährst du, welche Gemüse und Kräuter jetzt ins Beet dürfen – und was besser drinnen beginnt.
Robuste Sorten wie Erbsen, Spinat und Möhren kommen raus; Wärmeliebende wie Tomaten, Paprika oder Chili gedeihen auf der Fensterbank. Mit wenigen Schritten ziehst du kräftige Jungpflanzen.
Wichtig bei Kräutern
- Säe Petersilie, Schnittlauch und Dill jetzt direkt ins Beet; bedecke die Saat nur dünn mit feiner Aussaaterde und halte sie gleichmäßig feucht (Sprühflasche).
- Für die Vorkultur: Fülle Anzuchterde in Töpfe mit Abzugslöchern, stelle sie hell und warm ans Fenster, gieße sparsam und dünge erst bei gelben Blättern.
Starte in den Frühling: Welche Gemüse- und Kräutersorten du im März aussäen solltest
Mit den ersten Sonnenstrahlen kribbelt es in den Fingern und es ist endlich wieder Zeit, den Garten, Balkon oder die Fensterbank auf die neue Saison vorzubereiten. Viele unterschätzen, wie wichtig es ist, früh genug mit dem Aussäen zu beginnen – häufig wird der perfekte Zeitpunkt verpasst. Damit das bei dir in diesem Jahr nicht geschieht, zeige ich dir, welche Gemüsesorten und Kräuter jetzt im März schon ins Beet dürfen. Für einige Arten ist der Startschuss nämlich bereits gefallen, und du kannst direkt loslegen.
Starte jetzt in die neue Saat-Saison
Im März beginnt der Garten langsam zu erwachen und es wird Zeit, mit der Aussaat zu starten. Doch nicht jede Pflanze hat die gleichen Ansprüche: Manche Gemüsesorten wollen lieber erst drinnen wachsen, bevor du sie später ins Beet pflanzt. Andere Saaten sind robuster und genießen die frische Luft sofort auf dem Balkon oder direkt im Garten.
Beet
Achte auf den passenden Zeitpunkt
Wenn du mit Geduld und ein wenig Planung an die Sache gehst, gelingt dir die Aussaat leicht. Überlege, welche Pflanzen am besten zuerst warm und geschützt im Haus keimen. Paprika und Tomaten gehören zum Beispiel dazu und freuen sich über ein warmes Fensterbrett. Andere, wie Radieschen und Spinat, fühlen sich draußen im Frühbeet oder direkt im Boden wohl. So sorgst du für starke, gesunde Pflanzen von Anfang an.
Jetzt zeigt sich, was du schon im März im Beet säen kannst
Obwohl die Tage im März noch oft frisch und kühl sind, gibt es eine ganze Reihe von Gemüsen, die du dennoch schon direkt nach draußen ins Beet setzen kannst. Diese robusten Sorten kommen mit wechselhaftem Frühlingswetter meist bestens zurecht und lassen sich auch von niedrigen Temperaturen nicht aus der Ruhe bringen. Das macht sie zur perfekten Wahl, wenn du so früh wie möglich mit dem Gärtnern beginnen möchtest.
Welche Pflanzen im frühen Frühjahr direkt ins Beet wollen
Probier doch mal aus, Erbsen und Zuckerschoten auszusäen – sie starten gerne früh ins Jahr. Auch Spinat und Rucola sind unempfindlich und wachsen schnell, wenn sie erst mal gekeimt sind. Bei den Wurzelgemüsen bieten sich Möhren, Pastinaken und Rettich an; sie profitieren sogar von der Kühle und bekommen so besonders viel Aroma.
Für frische Kräuter bringen Petersilie, Schnittlauch und Dill schon sehr zeitig frisches Grün ins Beet. Frischen Schwung erhältst du außerdem mit Lauch und Zwiebeln. Falls du Lust auf Salat hast: Setz die Samen für Kopf- und Pflücksalate besser erst Ende März oder direkt Anfang April in die Erde, dann wird der Austrieb umso zuverlässiger.
Fensterbank
Wärmeliebende Pflanzen auf der Fensterbank starten
Sobald der März beginnt, kannst du in deiner Wohnung richtig loslegen: Jetzt ist nämlich die perfekte Gelegenheit, Samen von Tomaten, Paprika, Chili oder Auberginen auf die Reise zu schicken. Diese Pflanzen lieben es warm und danken dir ein kuscheliges Zuhause am Fenster mit kräftigem Wachstum.
Auch Blumen- und Kohlgewächse wie Kohlrabi oder Brokkoli mögen es gerne mollig: Bei Temperaturen um die 15 bis 20 Grad fühlen sie sich wohl und entwickeln kräftige Keimlinge. Such einfach ein schönes, sonniges Plätzchen und gib ihnen einen guten Start in den Frühling.
Junge Pflänzchen mit Vorsprung
Wenn du Salat oder Kräuter bevorzugst, kannst du auch die bereits im März vorkultivieren. Du hast aber keinen Stress – bis in den April hinein ist immer noch der richtige Zeitpunkt, um loszulegen. Gurken solltest du erst zum Monatsende oder im April säen, denn sonst schießen sie schnell in die Höhe und werden zu dünn.
Das Praktische am Vorziehen drinnen: Wenn du deine Setzlinge später ins Beet setzt, sind sie schon kräftig und robust. Mit diesem Wachstumsvorteil überstehen sie den Umzug nach draußen viel besser und sind weniger krankheitsanfällig. So bekommst du gesunde Pflanzen und eine frühe Ernte!
Eigene Aussaat auf der Fensterbank leicht gemacht
Du musst kein Profi sein, um kleine Pflänzchen selbst auf deiner Fensterbank zu ziehen. Einfacher als gedacht funktioniert das nämlich auch mit Joghurtbechern, leeren Eierkartons oder sogar Eierschalen – teure Saatschalen und Mini-Gewächshäuser sind gar nicht zwingend nötig.
Am besten startest du mit spezieller Anzuchterde, denn normale Blumenerde enthält meist zu viel Dünger, den die zarten Keimlinge am Anfang nicht vertragen. Wenn du zu Plastikbehältern greifst, stich auf der Unterseite unbedingt ein paar Löcher ein.
So kann überflüssiges Wasser immer gut ablaufen, und deine Samen faulen nicht.
Ins Freie
So sprießen deine Keimlinge richtig
Verteile die Samenkörner gleichmäßig auf der Erde und decke sie mit einer dünnen Schicht feiner Aussaaterde ab. Wie dick die Schicht sein sollte, steht oft auf den Samentütchen – ein Blick lohnt sich immer! Halte das Substrat konstant feucht, aber nicht zu nass.
Eine Sprühflasche eignet sich perfekt, damit die kleinen Samen nicht davonschwimmen. Wichtig ist ein Platz am Fenster, der schön hell und angenehm warm ist. Gieß und dünge besonders am Anfang sparsam. Die Jungpflanzen brauchen nur bei Anzeichen von Nährstoffmangel – etwa gelben Blättern – eine vorsichtige Düngergabe.
Wächst alles zu dicht? Dann pikiere rechtzeitig
Sobald die Keimlinge in deinem Minibeet zu eng stehen, trenne sie vorsichtig und setze sie einzeln in neue Töpfe. So gibst du jedem Pflänzchen genug Luft und Raum für kräftige Wurzeln und ein gesundes Wachstum. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl erledigst du das, ohne die jungen Wurzeln zu beschädigen.
Zeit für den großen Umzug nach draußen
Du fragst dich, wann deine kleinen Pflanzen ins Freie dürfen? Warte besser, bis keine Nachtfröste mehr drohen – meistens ist es ab Mitte Mai sicher, oft geht es aber auch schon etwas eher. Tagsüber kannst du sie bei milderen Temperaturen schon abgehärtet rausstellen, damit sie kompakter und robuster wachsen.
Besonders wichtig ist, dass du die jungen Pflanzen langsam an die Sonne und an kühlere Luft gewöhnst. Zuerst suchen sie sich einen Platz im Halbschatten, später dürfen sie die volle Sonne genießen. So wappnest du deine selbstgezogenen Schützlinge perfekt für ein langes Gartenleben!
