Portulak im Garten wirksam loswerden

Portulak im Garten wirksam loswerden

Andere Namen für Portulak

Du begegnest im Garten oft den Begriffen Sommerportulak oder Gemüse-Portulak, wenn es um diese wärmeliebende Pflanze (Portulaca oleracea) geht. In alten Gärtnerkreisen kennt man sie auch als Burzelkraut.

Portulak sicher erkennen

Wenn du Portulak im Beet entdeckst, schau dir seine Wuchsform genau an: Die Pflanze wächst meist bodennah und polstert den Boden fast wie ein grüner Teppich aus. Typisch sind die leicht rötlich gefärbten, runden, saftigen Stängel und die glänzenden, spatelförmigen Blätter, die fast wie Mini-Sukkulenten wirken. Ab dem Hochsommer tauchen winzige gelbe Blüten auf, die sich nur bei strahlendem Sonnenschein öffnen. Brichst du einen Stängel ab, tritt ein klarer, wässriger Saft aus. Ein wichtiger Hinweis: Portulak kann leicht mit niedrig wachsenden Wolfsmilch-Arten verwechselt werden. Doch während Portulak klare Flüssigkeit absondert, gibt Wolfsmilch eine weiße, giftige Milch ab, die Hautreizungen verursachen kann. Daher gilt: Immer nur dann sammeln oder entfernen, wenn du die Pflanze eindeutig erkannt hast. Übrigens, falls du noch mehr über Gärten mit wenig Pflegeaufwand lesen willst, findest du interessante Tipps für einen pflegeleichten Garten attraktiver Garten ohne viel Aufwand.

Warum Portulak so gut mit Hitze zurechtkommt

Im Gegensatz zu vielen anderen Gartenpflanzen liebt Portulak heiße, trockene Sommer geradezu. Seine fleischigen Blätter speichern viel Wasser, und die Pflanze kann ihre Spaltöffnungen schließen, sodass kaum Feuchtigkeit verdunstet. So wächst sie selbst dann weiter, wenn andere Pflanzen längst schlappmachen. Dieses ausgeklügelte System macht ihn zu einem echten Überlebenskünstler in Trockenphasen und erklärt, warum Portulak ausgerechnet in heißen, trockenen Zeiten im Garten besonders schnell wächst. Außerdem sorgt die Pflanze mit einer Vielzahl winziger Samen dafür, dass neue Portulakpflanzen auch Jahre später noch im Beet auftauchen können. Einmal im Garten angesiedelt, bleibt er oft hartnäckig und lässt sich nicht ohne Weiteres vertreiben. Falls du dich für andere robuste Pflanzen interessierst, lohnt sich auch ein Blick auf sonnenhungrige und widerstandsfähige Balkonpflanzen sonnenhungrige und widerstandsfähige Balkonpflanzen.

 

So hältst du Portulak im Garten in Schach

Portulak richtig entfernen

Wenn sich Portulak bei dir im Beet ausbreitet, solltest du möglichst früh aktiv werden. Greife am besten regelmäßig zur Hacke oder zum Grubber, um die Pflänzchen samt Wurzeln zu entfernen – vor allem dann, wenn sie noch jung sind und keine Samen gebildet haben. Besonders einfach lässt sich das Wildkraut herausziehen, wenn der Boden nach einem Regenguss noch feucht ist. Falls Portulak zwischen Pflastersteinen oder auf Gartenwegen wächst, ist ein Fugenkratzer eine hilfreiche Unterstützung.

Warum Sorgfalt wichtig ist

Portulak loszuwerden gelingt meist nicht von heute auf morgen. Die winzigen Samen bleiben im Boden lange keimfähig, und selbst kleine Pflanzenreste können bei feuchtem Wetter wieder austreiben. Sammle die entfernten Pflanzenteile also stets gründlich ein und gib sie in die Biotonne. Wenn die Pflanzen noch keine Samen haben, eignet sich auch der Kompost, nachdem du sie getrocknet hast. So vermeidest du einen unerwünschten Wachstumsschub im nächsten Jahr.

Vorbeugung gegen neue Portulakpflanzen

Offene Erde bietet Portulak die besten Voraussetzungen, um sich auszubreiten. Wenn du nach dem Jäten gleich eine Mulchschicht aufträgst oder Bodendecker pflanzt, machst du es dem Wildkraut schwer, sich wieder zu etablieren. Das hält nicht nur Portulak, sondern auch andere unerwünschte Pflanzen in Schach. Mehr Tipps zur natürlichen Unkrautbekämpfung findest du auf natürlichem Wege gegen Unkraut.

Portulak als leckeres Wildgemüse entdecken

Anstatt Portulak nur als lästiges Unkraut zu betrachten, kannst du die knackigen Triebe und Blätter auch ernten und sie deiner Küche zufügen. Am besten schmeckt Portulak, wenn du ihn jung und kurz vor der Blüte sammelst – dann sind die Blätter besonders zart und aromatisch, mit einer angenehm salzigen, leicht säuerlichen und nussigen Note. Das Wildkraut bringt Abwechslung und wertvolle Nährstoffe auf den Tisch.

Was Portulak an gesunden Inhaltsstoffen bietet

Portulak gehört zu den Blattgemüsen, die besonders reich an Omega-3-Fettsäuren sind. Seine Blätter liefern beeindruckende Mengen an Alpha-Linolensäure, die man sonst nur in wenigen pflanzlichen Lebensmitteln wie Leinsamen oder Walnüssen findet. Ergänzt wird das Ganze durch Vitamin C, Vitamin E, Magnesium, Kalium und Eisen. Außerdem sorgen sekundäre Pflanzenstoffe für die kräftige Farbe der Stängel. In vielen Regionen rund ums Mittelmeer ist Portulak bis heute ein beliebtes Lebensmittel, während er hierzulande lange Zeit in Vergessenheit geriet. In der modernen Naturküche wird sein Potenzial jetzt wiederentdeckt. Du solltest aber wissen, dass Portulak – ähnlich wie Spinat und Mangold – Oxalsäure enthält. Für gesunde Menschen ist das kein Problem, doch falls du zu Nierensteinen neigst, genieße ihn einfach in kleinen Mengen.

Wenn du auf der Suche nach weiteren unkomplizierten Gemüsepflanzen bist, die sich schnell und einfach kultivieren lassen, lies auch unseren Beitrag über Gemüse für Einsteiger.