Forsythie im Garten? Kornelkirsche – frühe, bienenfreundliche Alternative
Kornelkirsche Alternative zur Forsythie
Du liebst gelbe Blüten im zeitigen Frühjahr, doch Du willst auch etwas für Bienen tun? Dann passt die Kornelkirsche (Cornus mas) sehr gut zu Dir. Sie blüht oft schon im späten Winter oder sehr frühen Frühjahr, und sie bietet Insekten in dieser kargen Zeit Pollen und Nektar.
Du liebst gelbe Blüten im zeitigen Frühjahr, doch Du willst auch etwas für Bienen tun? Dann passt die Kornelkirsche (Cornus mas) sehr gut zu Dir. Sie blüht oft schon im späten Winter oder sehr frühen Frühjahr, und sie bietet Insekten in dieser kargen Zeit Pollen und Nektar.
Forsythien sehen zwar ebenfalls sonnengelb aus, aber sie liefern Insekten nur wenig Nahrung. Darum kannst Du Deine Forsythie ruhig stehen lassen, und Du pflanzt einfach zusätzlich eine Kornelkirsche dazu. So behältst Du Farbe im Garten, und zugleich stärkst Du die Artenvielfalt.
Warum die Kornelkirsche eine gute Wahl ist
Die Kornelkirsche ist ein heimischer Wildstrauch, und deshalb passt sie sehr gut in naturnahe Gärten. Sie blüht früh, sie ist winterhart, und sie ist im Alter ein robuster, langlebiger Strauch oder sogar ein kleines Bäumchen.
Außerdem trägt sie später rote, essbare Früchte, die Du – je nach Lage – meist ab Spätsommer ernten kannst. Vögel freuen sich ebenfalls über die Beeren. Und weil die Blüten so früh erscheinen, fliegen Bienen und andere Insekten die Kornelkirsche an, wenn sonst noch fast nichts blüht.
Wenn Du Dich tiefer mit dem Thema beschäftigen willst, findest Du viele Ideen bei Frühblüher im Garten: bienenfreundliche Arten, Pflanzzeit & Tipps .
Standort und Boden: so findet Deine Kornelkirsche ihren Platz
Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Standort, denn dort blüht die Kornelkirsche am reichsten. Der Boden darf gern kalkhaltig oder neutral sein, und er sollte durchlässig sein, damit keine Staunässe entsteht. Ein normaler Gartenboden ist meist ausreichend.
Wenn Dein Boden sehr schwer ist, lockere ihn mit Grünschnittkompost oder etwas Sand auf. Und denke an Platz: Die Kornelkirsche kann – je nach Sorte und Schnitt – zwei bis vier Meter breit und hoch werden. Als Hecke ist sie ebenfalls geeignet, wenn Du einen natürlicheren, locker wachsenden Sichtschutz magst.
Pflanzzeit und Schritt-für-Schritt-Anleitung
Du kannst Containerpflanzen fast das ganze Jahr über setzen, aber am besten pflanzt Du im Herbst oder im zeitigen Frühjahr, wenn der Boden offen und frostfrei ist. Wenn Du im Frühjahr startest, helfen Dir diese Hinweise: Blumen pflanzen im Frühjahr – So geht’s richtig.
- Standort festlegen und Fläche von Unkraut befreien.
- Pflanzloch ausheben: etwa 1,5-mal so breit und so tief wie der Wurzelballen.
- Oberboden mit reifem Kompost mischen, bei schwerem Boden etwas Sand zugeben.
- Wurzelballen kurz wässern, bis keine Blasen mehr aufsteigen.
- Pflanze so setzen, dass sie auf gleicher Höhe steht wie im Topf.
- Erde einfüllen, gut antreten und großzügig angießen.
- Mulchen mit Laub oder Rindenkompost, damit der Boden gleichmäßig feucht bleibt.
Für einen schnellen Start kannst Du beim Einpflanzen ein Wurzel-Granulat nutzen, zum Beispiel PFLANZENARZT WURZEL-FIT 900 g. Das unterstützt das Anwachsen, und Du musst seltener nachgießen, weil die Wurzeln zügig in die Tiefe gehen.
Pflege, Schnitt und Blüte
Die Kornelkirsche ist pflegeleicht. In den ersten zwei Jahren gießt Du in Trockenphasen regelmäßig. Später reicht es meist, nur bei längerer Dürre zu wässern. Düngen ist selten nötig; eine dünne Schicht Kompost im Frühjahr genügt.
Schneiden musst Du nur wenig: Am besten formst Du gleich nach der Blüte behutsam, damit Du keine Knospen für das nächste Jahr entfernst. Ein starker Rückschnitt ist möglich, aber er mindert die Blüte im Folgejahr. Wenn die Triebe im Frühjahr sehr weich sind, und wenn Blattläuse auftauchen, kannst Du die Pflanze sanft stärken, zum Beispiel mit Bio-Pflanzenspray Brennnessel 500ml .
Mehr zum schonenden Vorgehen liest Du in Natürliche Pflanzenschutzmittel: Wirkung & Anwendung im Garten .
Forsythie behalten – und klug ergänzen
Du musst Deine Forsythie nicht roden. Sie gibt Struktur und Farbe, und sie ist ein vertrauter Blickfang. Zusammen mit der Kornelkirsche entsteht jedoch ein besseres Nahrungsangebot für Bestäuber. Wenn Du die Forsythie schneiden willst, dann tu das am besten direkt nach der Blüte. So behältst Du die Form, und die Pflanze setzt neue Blütenknospen für das nächste Jahr an. Achte darauf, nicht jedes Jahr stark zu kürzen, sonst kommen nur noch lange Wassertriebe und weniger Blüten.
Mehr Früchte durch Nachbarschaft
Eine einzelne Kornelkirsche kann Früchte tragen. Allerdings steigt der Ertrag oft, wenn in der Nähe eine zweite Kornelkirsche steht, denn dann ist die Bestäubung meist besser. Das muss nicht direkt im eigenen Garten sein; manchmal reicht schon ein Exemplar in der Nachbarschaft. Die Beeren reifen je nach Lage ungleichmäßig. Du pflückst sie, wenn sie tiefrot sind und sich leicht lösen oder schon weich zu Boden fallen.
Verwendung der Kornelkirschen
Die reifen Früchte schmecken säuerlich und aromatisch. Du kannst sie frisch naschen, aber viele mögen sie als Konfitüre, Gelee oder Saft noch lieber. Achte darauf, nur wirklich reife Früchte zu verwenden, denn die unreifen sind sehr herb. Vögel bedienen sich gern, daher lohnt es sich, regelmäßig zu ernten. Ein engmaschiges Netz ist meist nicht nötig, wenn Du zügig aufliest.
Wenn Du außerdem weitere kleine Nahrungsinseln für Insekten anlegen willst, dann setze doch noch pflegeleichte Begleiter wie Frühjahrszwiebeln, Kräuter oder einfache Wiesenblumen. Ideen für robuste, frühe Begleiter findest Du hier: Gänseblümchen im Garten: Pflege, Standort & Nutzen. So wächst Dein Garten Schritt für Schritt zu einem bunten, lebendigen Ort – und Du hast das ganze Jahr etwas zu entdecken. Viel Freude beim Pflanzen!
Quelle: Der Pflanzenarzt (René Wadas)