Wann solltest du Tomaten düngen?
Tomaten gehören für viele Hobbygärtner zum festen Bestandteil des Gartens. Mit der passenden Pflege kannst du dich über eine üppige Ernte freuen. Besonders die richtige Düngung entscheidet darüber, ob deine Pflanzen kräftig wachsen und viele Früchte hervorbringen. Damit deine Tomaten genügend Nährstoffe bekommen und gesund bleiben, solltest du beim Düngen einige Dinge im Auge behalten.
Die optimale Beetvorbereitung
Schon bevor du Tomaten pflanzt, lohnt es sich, das Beet sorgfältig vorzubereiten. Am besten arbeitest du im Herbst oder im Frühjahr etwa drei bis fünf Liter reifen Kompost pro Quadratmeter unter die obere Bodenschicht. So schaffst du eine nährstoffreiche Grundlage, die den Tomaten einen guten Start ermöglicht und für ausreichend Stickstoff sorgt.
Nach der Aussaat: Düngen erst einmal aussetzen
Frisch ausgesäte Tomatensamen benötigen in dieser ersten Phase keinerlei zusätzliche Nährstoffe. Lass deine Keimlinge zunächst in einer nährstoffarmen Erde wachsen, denn das fördert ein gesundes Wurzelwachstum. Erst wenn du die Pflänzchen in einzelne Töpfe umsetzt, kannst du langsam mit etwas mehr Nährstoffen nachhelfen.
Der richtige Moment für das erste Düngen im Beet
Hast du die pikierten Jungpflanzen ins Beet oder in große Töpfe gesetzt, ist die ideale Zeit, um mit dem regelmäßigen Düngen zu starten. Rund um jede Tomatenpflanze kannst du jetzt einen Esslöffel speziellen Tomaten- oder Gemüsedünger (zwischen 30 und 50 Gramm) auf die Erde geben. Arbeite den Dünger leicht ein, damit die Wurzeln ihn besser aufnehmen können. Bevorzugst du natürliche Düngemittel, kannst du diese auch einfach selbst herstellen. Wer möchte, kann gleich zu Beginn einen Langzeitdünger unter die Erde mischen, um die Nährstoffversorgung zu unterstützen.
So düngst du Tomaten während des Wachstums
Sobald deine Tomaten die ersten Blüten zeigen, solltest du die Düngergaben zwei- bis dreiwöchentlich wiederholen. Zwischen Juni oder Juli und September freut sich jede Pflanze über 30 bis 50 Gramm Dünger pro Quadratmeter. Besonders während der Fruchtbildung ist ein gut abgestimmter Dünger mit viel Magnesium und Kalium wichtig – so reifen deine Tomaten aromatisch und gleichmäßig aus. Neben klassischem Dünger kannst du alle sieben Tage auch Flüssigdünger oder Brennnesseljauche mit ins Gießwasser geben – das stärkt deine Pflanzen zusätzlich.
Wertvolle Tipps rund ums Tomaten düngen
Am besten führst du das Düngen entweder am frühen Morgen oder abends durch. So entziehst du deinen Pflanzen nicht unnötig Wasser durch Verdunstung und schützt die empfindlichen Wurzeln vor zu starker Hitze. Da Tomaten zu den sogenannten Starkzehrern zählen, solltest du während der gesamten Saison regelmäßig nachdüngen und auf eine ausgewogene Nährstoffversorgung achten. So förderst du das Wachstum und kannst dich am Ende über viele schmackhafte Tomaten freuen.
Düngen von Tomaten im Kübel – so klappt es am besten
Warum du auf Hornspäne und frischen Kompost verzichten solltest
Wenn du Tomatenpflanzen im Topf pflegst, solltest du auf Hornspäne und frischen Kompost besser verzichten. Im begrenzten Platz eines Kübels können diese Dünger ihre Wirkung kaum entfalten. Setze stattdessen auf organischen Flüssigdünger oder einen speziellen Gemüsedünger, der speziell für Kübelpflanzen entwickelt wurde. So versorgst du deine Tomaten optimal mit Nährstoffen.
Woran du erkennst, ob deine Tomaten ausreichend Nährstoffe bekommen
Deine Tomaten zeigen dir am Laub schnell, ob sie gut mit Dünger versorgt sind. Gesunde und kräftige Pflanzen treiben viele Blüten und bringen reiche Erträge. Fehlen ihnen jedoch bestimmte Nährstoffe, geben dir Blätter deutliche Hinweise darauf, was nicht stimmt und welcher Nährstoff gerade fehlt.
Gelbe oder rosafarbene Blätter sind meistens ein Zeichen für Stickstoffmangel. Hier hilft ein spezieller Tomatendünger oder Jauchedünger.
Braune oder rötliche Verfärbungen deuten darauf hin, dass deiner Tomate Phosphor fehlt.
Werden die Blattränder heller oder die Blätter vertrocknen, ist das oft ein Hinweis auf Kaliumdefizite; in diesem Fall solltest du deinen Pflanzen etwas mehr Kalium geben, etwa durch calciumbasierte Produkte.
Purpurfarbene Blätter signalisieren meist einen Mangel an Phosphat.
Wenn das Laub sehr dunkelgrün bis schwarz wird oder sich die Blätter einrollen, hast du vermutlich zu viel Stickstoff verabreicht – dann ist es wichtig, mit dem Düngen eine Pause einzulegen, damit sich die Tomatenpflanzen wieder erholen können.
Wann sich eine Bodenanalyse für dich lohnt
Falls du regelmäßig größere Mengen Tomaten selbst ziehst und verschiedene Mangelerscheinungen bemerkst, ist eine Bodenanalyse sinnvoll. Dadurch erfährst du genau, welche Nährstoffe im Substrat fehlen. So kannst du gezielt nachsteuern und erreichst die beste Versorgung für kräftige, fruchttragende Tomatenpflanzen.
