Kommaschildlaus
Kommaschildlaus (Lepidosaphes ulmi)
Diese Schildlaus hat ihren Namen von dem Kommaförmig gebogenen Schild, unter dem sie gut geschützt lebt. Schilde sind grau oder gelb-bräunlich und nur etwa 0,3 cm lang. Viele verschiedene Gehölze werden von ihr besiedelt, wie Buchsbaum, Quitte, verschiedene Obstbäume etc. Eier überwintern im Schutz des Schildes, den die Larven im Mai bis Juni verlassen; dann wandern sie einige Zeit umher bis sie sich festsetzen und einen eigenen Schild bilden.
Maßnahmen:
Bei starken Befall die Tiere vorsichtig vom Baumstamm abbürsten. Die Verwendung von Raupenleim kann helfen.
Lebensweise und Entwicklung der Kommaschildlaus
Die Kommaschildlaus (Lepidosaphes ulmi) gehört zu den typischen Schildlausarten an Gehölzen und fällt besonders durch ihr charakteristisches, kommaförmig gebogenes Schild auf. Unter diesem Schutzschild lebt das Tier gut geschützt vor äußeren Einflüssen und natürlichen Feinden. Die Schilde wirken grau bis gelb-bräunlich und erreichen nur eine Länge von etwa 3 Millimetern, wodurch ein Befall oft lange unbemerkt bleibt.
Du findest die Kommaschildlaus an vielen verschiedenen Gehölzen. Sie befällt unter anderem Buchsbaum, Quitte sowie zahlreiche Obstbäume wie Apfel, Birne oder Pflaume. Die Schädlinge saugen kontinuierlich Pflanzensaft und schwächen dadurch die Pflanzen über längere Zeit.
Die Eier überwintern geschützt unter dem Schild der abgestorbenen Weibchen. Im späten Frühjahr, meist zwischen Mai und Juni, schlüpfen die Larven. Diese sogenannten „Crawler“ verlassen zunächst ihren Schutzbereich und bewegen sich aktiv über die Pflanze. In dieser Phase verbreiten sie sich auf Triebe, Zweige und Stämme. Sobald sie einen geeigneten Platz gefunden haben, setzen sie sich fest und bilden ihr eigenes Schild aus Wachs und Häutungsresten.
Schadwirkung der Kommaschildlaus an der Pflanze
Durch die Saugtätigkeit verlieren die Pflanzen kontinuierlich Vitalstoffe. Du erkennst einen Befall häufig an schwachem Wachstum, vergilbten Blättern und einer allgemeinen Schwächung der Gehölze. Bei starkem Befall sterben einzelne Triebe ab oder die Pflanze verliert deutlich an Wuchskraft.
Besonders problematisch ist, dass die Schildläuse gut geschützt unter ihrem harten Panzer sitzen und dadurch schwer zu bekämpfen sind. Ohne Gegenmaßnahmen kann sich der Befall über mehrere Jahre unbemerkt verstärken.
Maßnahmen im biologischen Pflanzenschutz
Du kontrollierst deine Gehölze regelmäßig, insbesondere Stamm- und Astbereiche. Bei starkem Befall der Kommaschildlaus bürstest du die Tiere vorsichtig mechanisch von der Rinde ab. Diese direkte Maßnahme reduziert die Population effektiv und unterbricht den Entwicklungszyklus.
Zusätzlich setzt du Raupenleim gezielt an Stammbereichen ein, um wandernde Larvenstadien am Weiterwandern zu hindern und die Ausbreitung einzudämmen. Besonders im Frühjahr erzielst du damit gute Ergebnisse, wenn die Junglarven aktiv sind.
Vorbeugung und Pflanzenpflege
Du förderst luftige Bestände und vermeidest zu dichte Pflanzungen, da sich Schädlinge dort schneller ausbreiten. Eine gesunde, gut versorgte Pflanze zeigt zudem eine höhere natürliche Widerstandskraft gegenüber Sauginsekten.
Fazit
Du kombinierst regelmäßige Kontrolle, mechanische Entfernung und gezielte Barrieren. So hältst du die Kommaschildlaus effektiv unter Kontrolle und schützt deine Gehölze langfristig vor Schäden.