Johannisbeerblasenlaus erkennen: Symptome, Lebenszyklus und Vorbeugung

Blasenartige Aufwölbungen an den Blättern deiner Johannisbeeren deuten oft auf die Johannisbeerblasenlaus (Cryptomyzus ribis) hin. Die Läuse sitzen vor allem auf der Blattunterseite.

Hier erfährst du, wie du den Befall sicher einordnest und ihm vorbeugst: nicht zu viel Stickstoff düngen, Nützlinge fördern und bei Neupflanzung unempfindliche Sorten wählen.

Johannisbeerblasenlaus erkennen: Symptome, Lebenszyklus und Vorbeugung

Wichtig bei Johannisbeerblasenlaus

  • Kontrolliere junge Triebspitzen und Blattunterseiten auf Kolonien, Honigtau und kräuselnde Blätter.
  • Orangenöl löst die wasserabweisende Wachsschicht der Läuse – so wirken Produkte wie der PFLANZENARZT® Garten Cleaner.
  • Fördere Marienkäfer und andere Nützlinge; bei Läusen hilft kein Weißanstrich, sondern gezieltes Spritzen und Ausknipsen.

Die Johannisbeerblasenlaus (Cryptomyzus ribis):  Blasenartige Aufschwellungen der Blätter der Johannisbeere sind die Folge der Saugtätigkeit dieses Schädlings. Die Läuse finden sich auf der Blattunterseite. Im Juni wandern sie auf Wild-pflanzen ab, um im Herbst die Johannisbeere wieder zu besiedeln und hier ihre Wintereier abzulegen. Die bekannte Triebstauchung bei Johannisbeeren werden durch eine andere Blattlausart, die Johannisbeerblattlaus (Doralis grossulariae) verursacht.

Maßnahmen:Düngung mit zu viel Stickstoff vermeiden. Nützlinge fördern (Blühwiese, heimische Blühsträucher pflanzen, Totholz-Unterschlupfe anbieten usw.). Unempfindliche Sorten bei Neupflanzung wählen.

Befall erkennen und typische Zeitfenster

Kontrolliere ab dem Austrieb im Frühjahr regelmäßig junge Triebspitzen und Blattunterseiten: Dort sammeln sich die ersten Läusekolonien, Blätter kräuseln sich, und es entsteht klebriger Honigtau. Dunkler Rußtaupilz auf dem Honigtau sowie reger Ameisenverkehr am Stamm sind deutliche Hinweise.

Nützlinge gezielt unterstützen

Fördere Marienkäfer, Florfliegen, Schwebfliegen und Schlupfwespen, indem du blühende Kräuter und Stauden stehen lässt und auf breite Insektizidanwendungen verzichtest. Spüle kleine Kolonien früh morgens mit kräftigem Wasserstrahl von den Trieben oder knipse stark befallene Triebspitzen aus.

Orangenöl wirksam einsetzen

Orangenöl löst die wasserabweisende Wachsschicht der Läuse auf, sodass die Tiere austrocknen. Der PFLANZENARZT® Garten Cleaner 350 ml nutzt diese Wirkweise gezielt gegen Blatt- und Blasenläuse: Sprühe befallene Blattunterseiten wiederholt und fein ein – am besten bei bedecktem Himmel und ohne pralle Sonne.

Leimringe und Kräuter-Anwendungen ergänzen

Leimringe am Stamm hindern Ameisen daran, Blattläuse zu „schützen“ – halte sie im Frühjahr klebrig und überbrückungsfrei. Kräuter-Auszüge aus Brennnessel oder Rainfarn können ergänzend auf Blattunterseiten aufgebracht werden; pralle Sonne dabei meiden.