Tomaten-Braunflecken erkennen und vorbeugen (Cladosporium fulvum)

Gelbe, später braune Flecken auf Blättern und Trieben? Oft steckt die Braunfleckenkrankheit (Cladosporium fulvum) dahinter – besonders im Gewächshaus.

Hier erfährst Du, wie Du die Symptome sicher erkennst und wirksam vorbeugst: richtig lüften, mit Schachtelhalm stärken sowie Hygiene und Bodenvorbereitung einplanen.

Kurz erklärt

Bei der Braunfleckenkrankheit (Cladosporium fulvum) siehst du an Tomaten zuerst gelbe, später braune Flecken mit Sporenbelag auf Blättern und Trieben, vor allem im Gewächshaus. Starker Befall lässt Blätter vertrocknen und stoppt die Fruchtentwicklung.

Tomaten-Braunflecken erkennen und vorbeugen (Cladosporium fulvum)

Wichtig bei Braunflecken an Tomaten (Cladosporium fulvum)

  • Hohe Luftfeuchtigkeit, besonders in deinem Gewächshaus, fördert die Ausbreitung.
  • Sporen überwintern auf Tomatenresten und im Boden; im Frühjahr beginnt der Neubefall.

Braunfleckenkrankheit der Tomate ( Cladosporium fulvum ): Dieser Pilz ist einer der gefährlichsten Feinde, besonders der Gewächshaustomaten. Er schädigt hauptsächlich die Blätter, weniger die Früchte. Die Krankheit zeigt sich durch unregelmäßige, anfangs gelbe, später braun werdende Flecken auf den Blättern und Trieben.

Auf diesen Belägen bilden sich die Sporen. Treten die Flecken zahlreicher auf, so verdorren die befallenen Teile und die Früchte entwickeln sich nicht weiter. Die Sporen überwintern auf den Tomatenresten und im Boden. Von hier aus findet im Frühjahr der Neubefall der Pflanzen statt.

Maßnahmen:

Die Ausbreitung der vorwiegend in Gewächshäusern auftretenden Krankheit wird durch zu hohe Luft-feuchtigkeit begünstigt. Es muss daher für genügende Lüftung, besonders am Morgen, gesorgt werden. Vorbeugend kann Schachtelhalm zu Pflanzenstärkung gespritzt werden (Pflanzen anschließend abtrocknen lassen). Nach der Ernte wird das Tomatenkraut eingesammelt und entsorgt, der Boden tief umgegraben und gekalkt mit Algenkalk.

Symptome sicher erkennen

Cladosporium fulvum startet meist an den unteren, älteren Blättern: Auf der Oberseite erscheinen unregelmäßige, gelbliche Flecken, während sich auf der Blattunterseite ein samtiger, olivbrauner Sporenbelag bildet. Mit der Zeit verfärben sich die Flecken braun, die Blätter rollen ein, vertrocknen und fallen ab. Der Befall wandert von unten nach oben durch die Pflanze. Triebe können mitbetroffen sein; Früchte sind seltener direkt erkrankt, ihre Entwicklung stockt jedoch häufig.

Befallszeit und Bedingungen

Die Krankheit tritt vor allem vom späten Frühling bis in den Herbst auf, wenn es warm (>20 °C) und sehr feucht ist. Längere Blattnässe über Nacht, Kondenswasser im Gewächshaus, dichter Blattapparat und Abendberegnung beschleunigen die Ausbreitung. Die Sporen verbreiten sich mit Luftzug, Spritzwasser sowie an Kleidung und Werkzeug, überwintern an Pflanzenresten und in der obersten Bodenschicht und verursachen im nächsten Frühjahr neue Infektionen.

Vorbeugen und gezielt handeln

Lüfte das Gewächshaus früh am Morgen kräftig und sorge tagsüber für Durchzug; halte Laub trocken und gieße am Morgen direkt an die Wurzel. Achte auf ausreichende Pflanzabstände, binde die Triebe auf, geize aus und entferne nach dem Abtrocknen die unteren Blattetagen zur besseren Luftzirkulation. Stärkungsmaßnahmen mit Schachtelhalm regelmäßig durchführen und Blätter danach abtrocknen lassen. Befallenes Laub zeitnah entfernen und über den Restmüll entsorgen; Werkzeuge, Rankhilfen und Hände reinigen. Nach der Ernte alle Tomatenreste beseitigen, den Boden tief lockern/umgraben und mit Algenkalk kalken; halte eine mehrjährige Anbaupause zu Tomaten und anderen Nachtschattengewächsen ein.

Produkt-Tipp

Schachtelhalm