Schwefeldünger: Wirkung, Dosierung und pH-Tipps

Schwefel stärkt Vitamine und Proteine – das fördert Geschmack und Ertrag. Besonders reagieren Kohl, Lauch, Zwiebeln sowie Rhododendren, Azaleen und Heidelbeeren; Mangel zeigt sich an vergilbten Jungblättern.

Mit wasserlöslichem Netzschwefel (80 % S) hilfst du gezielt nach: 1–5 g/m² streuen oder 1,5 g/L gießen/spritzen. Achte auf pH-Senkung, wende nur bei 10–27 °C an; Blattdüngung kann Nützlinge leicht schädigen.

PFLANZENARZT Schwefeldünger

Verbessert das gesunde Wachstum und den Geschmack deiner Pflanzen. Schwefel ist ein wichtiger Baustein für Vitamine und Proteine und daher ein wichtiger Nährstoff. Er sorgt für mehr Geschmack und höhere Erträge bei Kohlarten, Lauch, Zwiebeln, Radieschen, Rettich, Erbsen, Spinat, Möhren, Spargel und Chili. Schwefel unterstützt einen niedrigen pH-Wert im Boden und damit das Wachstum von Rhododendren, Azaleen, Heidelbeeren u.a. Heidekrautgewächse. Wasserlöslicher Netzschwefel. Elementarer Schwefel 80.

Art Nr: 1nfel100p

Größe: 100 g

Art des Düngers: Elementarer Schwefel 80, 80% Schwefel, 5% Calciumligninsulfonat

Pflanzenspektrum: Kohlarten, Lauch, Zwiebeln, Radieschen, Rettich, Erbsen, Spinat, Möhren, Spargel, Chili

Art der Anwendung:

  • pulverförmig, kann gestreut oder in Wasser suspendiert – gegossen/gespritzt – werden (1,5 g/1 L Wasser)
  • Bedarf liegt bei etwa 1-5 g/m²
  • Schwefeldünger kann bereits im zeitigen Frühjahr angewandt werden

Menge ergibt:

  • Aufwandmenge richtet sich nach dem Pflanzenbestand und pH-Wert des Bodens
  • Bodenuntersuchung LUFA oder Bodentester aus Fachhandel

Nützliche Hinweise:

  • beim Gießen daran denken, dass Schwefel pH-Wert senkend wirkt
  • Blattdüngung kann schwach schädigend für Raubwanzen & Raubmilben sein
  • Anwendungen nur unter 27 °C und über 10 °C durchführen
  • Schwefelmangelsymptome – Vergilbungen jüngerer Blätter, wobei die Blattadern meist heller sind, Schmalblättrigkeit und Verholzen der Sprosse

Wirkung und typische Reaktionen

Schwefel ist zentral für schwefelhaltige Aminosäuren, Enzyme und Vitamine – das steigert Aroma und Ertrag besonders bei Kohlarten, Lauch, Zwiebeln, Radieschen, Rettich, Erbsen, Spinat, Möhren, Spargel und Chili. Moorbeetpflanzen wie Rhododendren, Azaleen und Heidelbeeren profitieren zusätzlich von der pH-Senkung im Wurzelraum. Schwefelmangel erkennst du an aufgehellten, schmalen Jungblättern mit ebenfalls hellen Adern sowie verholzenden Trieben; im Unterschied zu Stickstoffmangel beginnt die Vergilbung bei neuem Laub.

Dosierung und Anwendung von Netzschwefel

Für eine bedarfsorientierte Düngung mit wasserlöslichem Netzschwefel (80 % S) gelten als Richtwerte: 1–5 g/m² über den Boden ausbringen und einwässern oder als Blatt-/Gießanwendung 1,5 g pro Liter Wasser suspendieren. Arbeite in kleinen Gaben und passe die Menge an Bestand und Bodenreaktion an; frühe Anwendungen im zeitigen Frühjahr sind möglich. Wende nur bei 10–27 °C an, vorzugsweise morgens oder abends, und vermeide pralle Sonne. Bei Blattdüngung Abdrift begrenzen, da Nützlinge wie Raubwanzen und Raubmilben leicht beeinträchtigt werden können.

pH-Management und Kontrolle

Elementarer Schwefel senkt nach der mikrobiellen Oxidation den pH-Wert; die Geschwindigkeit steigt bei Wärme, ausreichender Bodenfeuchte und guter Durchlüftung. Messe den pH regelmäßig (z. B. LUFA-Analyse oder Bodentester) und korrigiere schrittweise, um Überreaktionen zu vermeiden. Orientierungswerte: Rhododendren, Azaleen und Heidelbeeren gedeihen bei etwa pH 4–5,5, die meisten Gemüsekulturen bei pH 6–7. Trenne Kalk- und Schwefelgaben zeitlich, und prüfe nach einigen Wochen erneut, bevor du nachdüngst.

Weitere passende Ratgeber: Rhododendron- & Moorbeet-Dünger, PFLANZENARZT Zimmerpflanzenzauber.