1 GartenFernsehen – Obstbaumschnitt

In dem 1. Video von www.gartenfernsehen.de erfahren Sie alles, was Sie schon immer über den Schnitt eines ausgewachsenen Apfelbaumes wissen wollten.

 

1 Obstbaumschnitt – Praxiswissen

Jetzt im Februar, zum Ende des Winters, beginnt die beliebteste Zeit für den Obstbaumschnitt. Das Wetter wird schöner und die Gärtner nutzen die Zeit, ihre Bäume zu gestalten. Die Bäume bedanken sich mit gesundem Wuchs und großen, schmackhaften Früchten.
Jörn Andresen von der Gartenbaumschule Andresen in Bargteheide erläutert den Schnitt eines ausgewachsenen Apfelbaums. Marc Albano von www.gartenfernsehen.de moderiert die Erklärungen.
 

Im ersten Teil erfahren Sie,
– welche Äste entfernt werden müssen
– warum sie entfernt werden müssen
– was das Ziel des Schneidens ist: “Es soll ein Hut durch die Krone geworfen werden können.”

 

 
Sind die Schnittflächen größer als ein 5-Mark-Stück, sollte an den Rändern Wundverschlussmittel aufgetragen werden. Der innere Bereich bleibt frei, damit die Wunde abtrocknen kann.
 


 

Im zweiten Teil der Sendung erfahren Sie:
– eine Zusammenfassung des ersten Teils,
– warum der Baum entlastet werden soll
– welches Werkzeug geeignet ist

 

1.1  zusätzliche Informationen

1.1.1  Wann schneiden?

– ab November bis Anfang März
– nicht unter -5°C, am besten in frostfreien Perioden

 

1.1.2 Gutes Werkzeug
– Schere: kräftige Rosenschere
– Säge: Bügelsäge oder (japanische) Zugsäge (35-40 cm), Klappsäge (15-20 cm),
– Bügelsäge (50-60 cm)

 

Wundverschluß
– bei Schnittflächen größer als 5-Mark-Stück
– nur an den Rändern auftragen

 

Leiter, Kleidung
– gute Leiter mit waagerechtem Balken
– weiche Shuhsohle für beseren Halt
– Handschuhe mit Gummierung
– Kleidung ohne hängende oder flatternde Teile

 

1.1.3  Die Musterung

– gesamten Baum aus er Entfernung betrachten

 

Dichte der Krone
– Gärtnerregel: durch eine gut gepflegte Krone sollte man einen Hut werfen können
– die Abstände zwischen Ästen und Zweigen sollten weit genug sein

 

harmonisches Wuchsbild
– möglichst gerader Stamm
– nach allen Seiten gleichmäßige Krone mit pyramidenartigem Aufbau für maximales Sonnenlicht
– gleichmäßige Ausfüllung des Kronen-Innenbereiches

 

letzter Schnitt
– unharmonische und verdichtete Krone bei lange ungeschnittenem Baum macht einen starken Schnitt notwendig
– weiter Korrekturschnitte in den Folgejahren
– der Baum reagiert mit der Bildung von “Wasserreisern”, die immer wieder entfernt werden müssen

 

kranke Äste?
– vorbeugend vollständig entfernen, auch wenn der Kronenaufbau dadurch gestört wird

 

1.1.4 Eintritt in die Krone

– evt. als erstes Wassereiser entfernen, da sie Blick auf Krone versperren können
– erst das Grobe dann das Feine, vom harten Schnitt zum Feinschnitt

 

Schnittechnik: Äste komplett entfernen
– bevorzugte Lösung
– das Ziel ist eine Krone aus wenigen, aber gut verteilten Haupt- und Nebenästen
– die Entscheidung für einen Ast treffen, alle anderen, die zu nah stehen, bis zum Ansatz (ohne Stummel) entfernen
– der Schnitt muss genau im richtigen Winkel und tangential zum Hauptast angesetzt werden

 

Schnittechnik: Äste einkürzen
– im unteren Kronenbereich zur Gewichtsentlastung
– im mittleren und oberen Kronenbereich zur Bildung des pyramidenförmigen Gesamtaufbaus
– Ansatz des Schnittes, wo ein stärkerer Unterast aus dem Hauptast kommt
– der Unterast übernimmt “Zugfunktion” (zieht Baumsäfte an) und sorgt für schnellen Wundverschluss
– Schnitt rechtwinklig zum Hauptast, nah hinter dem Zugast (ohne Stummel)

 

Schnittechnik: Starke Äste schneiden
– Holz und Rinde dürfen nicht aufreißen
– Ast wird ein Stück weiter außen zur Gewichtsentlastung abgesägt; dabei erst ein Stück von unten ansägen, um Einreißen zu
  verhindern
– jetzt wird an der engültigen Stelle geschnitten

 

Schnittechnik: Kleinere Äste und Wasserreiser
– geringer Gefahr des Aufreißens
– auch hier wird nur am Zug-Ast geschnitte (keine Stummel lassen)
– Wassereiser werden mit einer Schere direkt am Ast und ohne Stummel entfernt

 

1.1.5 Die Sprache des Baumes
– der Schnitt ist ein langjähriger Prozess; die Reaktionen des Baumes sind vorhersehbar

 

Rotation des Fruchtholzes
– Lebensszyklen des Obstbaumholzes
– junge Äste tragen keine Früchte, wachsen aufwärts mit geringer Vezweigung, die Rinde ist glatt und hell
– nach dem 2. Jahr beginnt die Fruchtproduktion, der Ast wächst waagerechter mit steigender Verzweigung, die Rinde wird dunkler und rissiger
– der Ast senkt sich abwärts mit dichter und schwerer Verzweigung, die Rinde ist dunkel und alt; die Früchte werden weniger und kleiner
– der Ast stirbt ab und fällt herab
-> durch den Schnitt wird das im Holz im 3. Zyklus entfernt, um die Kraft des Baumes in das fruchttragende Holz zu lenken und diesem genug Luft und Licht bereit zu stellen

 

Saftfluß und Wachstum
– ab März pumpt der Baum ständig “Säfte” (Flüssigkeit, Nahrung) nach oben; hier würden frische Schnittwunden jetzt”bluten”
– deshalb nur bis Ende März schneiden
– bei einem kräftigen Rückschnitt, bildet der Baum viele Wassereiser, die aufgrund ihres minderwertigen Holzes immer wieder
  komplett entfernt werden müssen
– für den Baum und eine gleichbleibende, maximale Fruchtproduktion ist ein regelmäßiger, leichter Rückschnitt am besten

 

Kunst des Kronenaufbaus
– ein neuer Ast sollte im optimalen Winkel (schräg nach oben, alternativ auch senkrech oder steil nach oben) zum Stamm bzw.
  übergeordnetem Ast wachsen
– waagerecht oder nach unten wachsende Äste sollten entfernt werden,da sie mit Fruchtbehang leicht abbrechen
– nach innen, zum Stamm hin, gerichtete Äste sollten herausgeschnitten werden, da sie die Krone verdichten würden
– die gewünschte Richtung aller Äste ist nach außen, vom Stamm weg; bei späterer zu starker Neigung werden sie stückweise entlastet

 

Gute Äste, schlechte Äste
– im Idealfall sollte einem Baum von Anfang an eine “gute” Krone anerzogen werden
– oft wurden junge Bäume nicht regelmäßig gelenkt und geschnitten; dann findest man Hauptäste mit guter oder schlechter Ausrichtung
– hier sollten möglichst nicht alle “schlechten” Äste radikal entfernt werden, sondern die Korrekturmaßnahmen über mehrere Jahre verteilt werden.
– “gute” Äste werden gezielt aufgebaut: das können auch Wassereiser sein, die aus der Schnittstelle herauswachsen.

 
Eine ausführliche Beschreibung der zusätzlichen Informationen finden sie unter dem 1. Teil der Sendung “Obstbaumschnitt – Praxiswissen” unter: http://www.gartenfernsehen.de/filme/obstbaumschnitt-praxiswissen-teil-1

 

2 GartenFernsehen – Veredelung im Sommer

In dem 2. Video von www.gartenfernsehen.de erfahren Sie alles, was Sie schon immer über die Veredelung eines Apfelbaumes im Sommer wissen wollten.

 

2 Apfelbaum im Sommer durch Okulation veredeln

Das Ziel der Okulation ist es, die guten Eigenschaften von zwei verschiedenen Apfelbäumen zu vereinen. Jeder Gartenfreund, der etwas Geduld mitbringt, kann die Technik betreiben und sich so an selbstgezogenen Bäumen mit guten Wuchs- und Fruchteigenschaften erfreuen.
Apfel-Experte John-Hermann Cordes von der Obstbaumschule Hermann Cordes in Holm zeigt die Veredelungstechnik der Okulation. Marc Albano von www.gartenfernsehen.de moderiert die Erklärungen.
 

Im ersten Teil der Sendung erfahren Sie,
– welcher Reiser geeignet ist
– welches Auge eingesetzt wird und wie es vorbereitet wird
– was eine Unterlage ist und welche Eigenschaften sie haben sollte
– wie das Auge in die Unterlage eingesetzt wird

 
Apfelbaum_vermehren_Teil_1_1
 
Nach dem Einsetzen des Auges in die Unterlage, sollte die Wunde mit einer Okulette geschützt werden. Nach dem ersten Winter wird der Wildling abgetrennt und die Wunde verschlossen, so dass nur noch das Okulat weiter wächst.
 


 

Im zweiten Teil der Sendung erfahren Sie,
– wie die Veredelung nach einem Jahr und nach zwei Jahren aussieht
– wann die ersten Früchte zu erwarten sind
– was die “Deutschen Genbank Obst” ist

 
Apfelbaum_vermehren_Teil_2_1
 

2.1  zusätzliche Informationen

2.1.1 “Deutschen Genbank Obst”

– alte Apfelsorten haben vorteilhafte Eigenschaften, z.B. gute Gesundheit und besonderen Geschmack und sollen erhalten werden
– in der Baumschule Cordes befinden sich bereits 600 verschiedene Apfelsorten
– über die Okulation kann aus einem Reis ein neuer Baum gezogen werden

 

2.1.2 die Technik der Okulation

Okulation = Augenveredelung (von lateinisch okulus = Auge)

 

Vorbereitung
– Zeit und Geduld sind notwendig
– der neue Baum soll gute Wuchs- und Fruchteigenschaften vereinen
– das beste Zeitfenster ist Juli/August
– ein junger, gut wachsender Apfelbaum dient als Unterlage
– bei der Wahl der Unterlage sollte auf den Platzbedarf, die Lebensdauer und den Fruchtbeginn des zukünftigen Baumes geachtet werden
– Edelreis (kräftiger, schon verholzter Ast aus dem aktuellen Jahr) vom Wunschbaum abschneiden und Blätter bis auf kleinen Reststengel entfernen

 

Eine ausführliche Beschreibung der zusätzlichen Informationen, insbesondere zur Wahl der Unterlage, finden Sie unter dem 1. Teil der Sendung “Apfelbaum per Veredelung vermehren” unter: http://www.gartenfernsehen.de/filme/apfelbaum-veredelung-vermehren-teil-1

 

das Okulieren
– gutes, extrem scharfes und sauberes Okuliermesser und Okuletten zum Verbinden der Veredelungsstelle bereitlegen
– Stamm der Unterlage direkt oberhalb des Bodens gut säubern
– an der Stelle, wo das Blatt am Reis wuchs, befindet sich das Auge
– das Auge mit dem Messer vorsichtig heraus schneiden und nicht mit den Fingern berühren
– am unteren Endes des Unterlagen-Stammes wird ein T-Schnitt vorgenommen und das Auge dort eingesetzt.
– eine mittig über das Auge gebundene Okulette schützt die Veredelungsstelle
– das Auge verwächst mit dem Stamm der Unterlage

 

Weiterbehandlung der veredelten Unterlage
– Ende des folgenden Winters (nach den Frösten) wird der obere Teil der Unterlage direkt über der Veredelungsstelle abgeschnitten
– dadurch treibt das Auge kräftig aus
– der neue Trieb wird an einem Stab fest gebunden, damit er einen schönen Stamm für den neuen Baum bildet
– im darauf folgenenden Jahr bildet sich die erste Verzweigung; hier kann entschieden werden, wie hoch der Baum werden soll

 

Eine ausführliche Beschreibung der zusätzlichen Informationen finden Sie unter dem 2.Teil der Sendung “Apfelbaum per Veredelung vermehren” unter: http://www.gartenfernsehen.de/filme/apfelbaum-veredelung-vermehren-teil-2

3 GartenFernsehen – Veredelung im Winter

In dem 3. Video von www.gartenfernsehen.de erfahren Sie alles, was Sie schon immer über die Veredelung eines Apfelbaumes im Winter wissen wollten.

 

3 Apfelbaum im Winter durch Kopulation veredeln

Die Kopulation dient wie die Okulation zur Vereinigung der guten Eigenschaften zweier Apfelbäume. Hier werden zwei Pflanzen teile gleicher Stärke “verheiratet”, so dass sie zu einer einzigen Pflanze verwachsen.
Apfel-Experte John-Hermann Cordes von der Obstbaumschule Hermann Cordes in Holm zeigt die Veredelungstechnik der Kopulation. Marc Albano von www.gartenfernsehen.de moderiert die Erklärungen.
 

Im ersten Teil der Sendung erfahren Sie,
– welcher Reis geeignet ist und wie er vorbereitet ist
– wie der Reis angesetzt wird
– wie ein “Familienbaum” entsteht

 

 
Die Veredelungsstelle wird mit Veredelungsband umwickelt, damit die beiden Flächen exakt übereinander liegen. Zusätzlich wird die Veredelungsstelle mit Baumwachs geschützt.
 


 

Im zweiten Teil der Sendung erfahren Sie,
– wie eine einjährige Unterlage veredelt wird
– warum und wie die Kopulationsstelle mit Wachs behandelt wird
– wann die ersten Früchte zu erwarten sind

 

 

3.1 zusätzliche Informationen

3.1.1 Prinzip

– die Unterlage hat richtige Wuchs- und Wurzeleigenschaften
– Edelreiser stammt von der gewünschten Obstsorte
– beide sollten gleiche Stärke (mindestens bleistiftdick) haben
– beide Triebe werden schräg angeschnitten und fest zusammengefügt
– anwendbar bei Kern- und Steinobstsorten

 

3.1.2 Der Edelreiser

– einjährige, kräftige Triebe vor Einbruch des kalten Winters (Ende Dezember) schneiden
– Lagerung bis Januar/Februar
– Triebe in kurze Srücke (3 – 4 Augen) schräg schneiden

 

3.1.3 Die Unterlage

– nahezu jede Größe und Form ist geeigent
– bestimmt u.a. die Größe und die Gesundheit des zukünftigen Baumes, sowie die Dauer bis zum Fruchtansatz

 

Eine ausführliche Beschreibung zur Wahl der Unterlage finden Sie unter dem 1.Teil der Sendung “Apfelbaum per Veredelung vermehren” unter: http://www.gartenfernsehen.de/filme/apfelbaum-veredelung-vermehren-teil-1

 

3.1.4 Der Kopulationsschnitt

– richtige Körperhaltung
– Trieb und Messer vor die Brust halten und die volle Klinge des Kopulationsmessers (superscharf) durch das Holz ziehen
– das unterste Auge solle gegenüber dem Schnitt liegen
– auf Sauberkeit von Fingern, Trieben und Werkzeug achten

 

Eine ausführliche Beschreibung der zusätzlichen Informationen finden Sie unter dem 1. Teil der Sendung “Apfelbaum vermehren im Winter” unter: http://www.gartenfernsehen.de/filme/apfelbaum-vermehren-im-winter-teil-1

 

3.1.5 Die Kopulation

– das Kambium (aktives Wuchs- und “Saft-Leit-Gewebe”) liegt zwischen Holz und Rinde und verbindet die beiden Veredelungsteile
– die Ringe der Ellipsen der Kopulationsschnitte müssen möglichst vollständig übereinanderliegen

 

3.1.6 Das Verbinden

– Verbandmaterial sollte sich denen und selbst ablösen
– am besten eignet sich Veredelungsband oder Gummiband

 

3.1.7 Das Abschließen

– luftdichter Abschluss mit Reb- oder Baumwachs zum Schutz vor Feuchtigkeit sowie eindringenden Pilzen und Bakterien
– durch das Wachsen neuer Triebe wird diese Schutzschicht entfernt

 

3.1.8 Das Pflanzen

– kühle, frostfreie Lagerung des veredelten Baumes
– ins Freie pflanzen nach den Winterfrösten
– auf korrektes Ablösen des Veredelungsbandes achten

 

Eine ausführliche Beschreibung der zusätzlichen Informationen finden Sie unter dem 2.Teil der Sendung “Apfelbaum vermehren im Winter” unter: http://www.gartenfernsehen.de/filme/apfelbaum-vermehren-im-winter-teil-2

4 GartenFernsehen – Rosenschnitt

In dem 4. Video von www.gartenfernsehen.de erfahren Sie alles, was Sie schon immer über das Schneiden verschiedenener Rosen wissen wollten.

 

4 Wie werden eine Beet-, Stamm-, Kletter- und Strauchrose geschnitten?

Das Motto beim Rosen schneiden lautet: “Hartes Herz und scharfe Schere”. Dieser gnadenlose Schnitt ist das beste für die Rose, damit sie jedes Jahr neu vom Boden aus austreiben. So wird verhindert, dass sich im unteren Bereich alts, dickes Holz entwickelt, welches der Pflanze ihre Vitalität nimmt.
Stefanie Schmedes, Leiterin des Baubetriebshofs der Stadt Uetersen und Reinhard Glantz vom Rosarium Uetersen zeigen den Schnitt verscheidener Rosenarten. Marc Albano von www.gartenfernsehen.de moderiert die Erklärungen.

Im ersten Teil der Sendung erfahren Sie,
– wann eine Beetrose geschnitten wird
– was “hartes Herz und scharfe Schere” bedeutet
– was eine Beetrose ist

Filmbild_1_Schnitt_Beetrose_1

Zur Gesunderhaltung Ihrer Rosen nach dem Schnitt können Sie sie mit lebenswichtigen Nährstoffen versorgen und Stresserscheinungen mindern.

 

Im zweiten Teil der Sendung erfahren Sie,
– wie Sie eine veredelte Halbstammrose schneiden
– warum kräftig zurück geschnitten werden kann

Filmbild_Stammrose_1a_1

Im dritten Teil der Sendung erfahren Sie,
– wie eine Kletterrose geschnitten wird
– auf welche Höhe sie geschnitten wird
– warum beim Schneiden nicht genau auf die Augen geachtet werden muss
– warum tote Zweige entfernt werden müssen
– wie die Rose angebunden wird

Filmbild_Kletterrose_2_1

Im vierten Teil der Sendung erfahren Sie,
– wie Sie eine Strauchrose schneiden
– warum ein kräftiger Schnitt nötig ist
– woran Frostschäden erkennbar sind

Filmbild_Strauchrose_1

4.1 zusätzliche Informationen

4.1.1 Ausstattung

– besonders scharfe Schere
– “hartes” Herz, um Rosen radikal zurück zu schneiden

 

4.1.2 Schnittzeitpunkt

– im Frühjahr während der Forsythienblüte
– bei der Stammrose ist auch ein Herbstschnitt sinnvoll

 

4.1.3 Beetrosen

– haben mehrere Blüten an einem Stiel

– Endhöhe: 80 – 120 cm

Totholz entfernen
– tiefer Schnitt ist notwendig, um Totholz an der Basis im Inneren der Pflanze entfernen zu können
– Totholz ist braun und trocken
– wird oft durch Frostschäden oder zu wenig Licht und Luft im Inneren der Pflanze verursacht

– Totholz muss immer vollständig entfernt werden

Wie wird der Schnitt angestzt?
– beim Rosenschnitt ist es nicht nötig, Augen zu zählen und auf die Schnittrichtung zu achten
– hier wird einfach drauf los geschnitten
– eine Rose wächst genauso kraftvoll, wie sie geschnitten wird

Warum wird geschnitten?
– zur Verjüngung der Pflanze
– zur Bestimmung der Gesamtform, damit auch im unteren Bereich Blüten gebildet werden
– zur Erhöhung der Blühfreudigkeit

Eine ausführliche Beschreibung der zusätzlichen Informationen finden Sie unter dem 1.Teil der Sendung “Rosenschnitt” unter: http://www.gartenfernsehen.de/filme/rosenschnitt-teil-1-eine-beetrose

4.1.4 Stammrosen

– harter und tiefer Rückschnitt
– 2/3 der Länge jeden Triebes werden entfernt
– der harte Schnitt verjüngt die Pflanze, weil dadurch kräftiges Triebwachstum gefördert wird
– dadurch bilden sich viele große Blüten

der Schnitt ist hier lebenswichtig
– mit steigendem Gewicht der Krone steigt die Gefahr des Bruchs vom Stamm durch Wind oder Schneelast
– das Anbinden verhindert ein Umkippen/Abbrechen der gesamten Pflanze

Schnittzeitpunkt
– Einkürzen schon im Herbst
– einfacheres Einpacken der Krone über den Winter und weniger Schnee-Auflagefläche
– Nachschnitt im Frühjahr

 

Eine ausführliche Beschreibung der zusätzlichen Informationen finden Sie unter dem 2.Teil der Sendung “Rosenschnitt” unter: http://www.gartenfernsehen.de/filme/rosenschnitt-teil-2-eine-stammrose

 

4.1.5 Kletterrosen

– das Ziel des Schnitts ist das Auslichten und das Entfernen von Totholz

– der Längenschnitt ist nur zweitrangig

Kletterrose oder Strauchrose?
– fließender Übergang
– Kletterrosen wachsen kräftiger, können aber durch einen kräftigen Rückschnitt wie Strauchrosen gehalten werden
– das Anbinden verhindert, dass lange Triebe in alle Richtungen wachsen und umkippen
– ein enges Anbinden schränkt das Triebwachstum im unteren Bereich ein und fördert die freie Entfaltung im oberen Bereich
– ein lockeres Anbinden führt zu mehr Triebfülle und Blütenansatz im unteren Bereich
– echte Kletterrosen werden an einem Rankgerüst befestigt und nicht in der Länge beschnitten

Die Schnittprozedur
1. Luft und Arbeitsraum schaffen, in dem die Rose rundherum frei geschnitten wird
2. Schnitt auf die gewünschte Länge
3. Öffnen der Anbindeschnüre, Triebe auseinander ziehen und Totholz großzügig entfernen, um ein Einnisten von Krankheitserregern zu verhindern
4. Wieder anbinden

Eine ausführliche Beschreibung der zusätzlichen Informationen finden Sie unter dem 3.Teil der Sendung “Rosenschnitt” unter: http://www.gartenfernsehen.de/filme/rosenschnitt-teil-3-eine-kletterrose

 

4.1.6 Strauchrosen

– Strauchrosen müssen nicht immer so kräftig geschnitten werden, wie im Film der Verjüngungsschnitt gezeigt wurde
– wichtig ist, dass nicht immer nach dem selben Schnittmuster geschnitten wird (“Hausmeister-Schnitt”)

Schnitt zur ständigen Erneuerung
– der natürliche Rhythmus von Wachsen und Altern verläuft bei Rosentrieben in 2-3 jährigen Intervallen
– der Schnitt soll die Pflanze vejüngen, d.h. sie soll zu gleichen Anteilen aus jungen, mittelalten und älteren Trieben bestehen
– bei zu wenig jungen Trieben gibt es einen kräftigen Schnitt, um die Pflanze zur Bildung von neuen Trieben zu animieren
– die 1-2 Folgeschnitte können dann weniger kräftig ausfallen
– die Schnitthöhe bei den einzelnen Grundtrieben wird jedes Jahr unterschiedlich angesetzt, um einen kontinuierlichen Erneuerungsprozess zu erhalten

Totholz
– Totholz fördert Krankheiten und behindert den Wuchs neuer Triebe
– Totholz muss jedes Jahr entfernt werden

Licht und Luft
– jeder einzelne Trieb soll frei und ungehindert wachsen können und genug Licht und Luft erhalten
– dünne und schwache Triebe werden zuerst entfernt
– Zweighäufungen werden beim Rückschnitt eines Triebes mit entfernt

 

Eine ausführliche Beschreibung der zusätzlichen Informationen finden Sie unter dem 4.Teil der Sendung “Rosenschnitt” unter: http://www.gartenfernsehen.de/filme/rosenschnitt-teil-4-eine-strauchrose

5 GartenFernsehen – Rosenveredelung

In dem 5. Video von www.gartenfernsehen.de erfahren Sie alles, was Sie schon immer über die Veredelung von Rosen wissen wollten.

 

5 Rosenvermehrung durch Veredelung (Okulation)

Die schönsten Rosen sieht man zufällig irgendwo, kennt dann aber die Sorte nicht und weiß daher nicht, wie man genau diese Rose kaufen kann.

Jetzt ist das einfachste, diese Rose selbst über eine Veredelung zu vermehren. Hierbei entsteht eine Kombination aus der gewünschten Blüte und einer robusten Unterlage (Wildrose).
Die Technik der Rosenvermehrung demonstriert Fachmann Sven Stange von der Rosenschule Stange bei Pinneberg. Marc Albano von www.gartenfernsehen.de moderiert die Erklärungen.
 

Im ersten Teil der Sendung erfahren Sie,
– welcher Trieb ist als Reis geeignet ist
– wie der Reis vorbereitet wird
– wie die Unterlage und das Auge vorbereitet werden
 
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Nach dem Einsetzen des Auges in die Unterlage, sollte die Veredelungsstelle mit einem Okulations-Schnellverschluss geschützt werden.
 

 

Im zweiten Teil der Sendung erfahren Sie,
– wie der T-Schnitt durchgeführt wird
– wie das Auge eingesetzt wird
– wie die Veredelungsstelle geschützt wird
– wie die veredelte Pflanze weiter behandelt wird
– wie hoch die Ausfallquote ist

 
Filmbild_Film_2_1_0
 

5.1 zusätzliche Informationen

5.1.1 Technik der Okulation

– Unterlage bringt die Wachstumsqualitäten mit
– die aufgepfropfte Edelrose hat die Blütenqualitäten
– das “Auge” der Edelrose wird auf eine Wildrosen_Unterlage aufgesetzt (Lateinisch Okulus = Auge)

 

5.1.2 Vorbereitung

Unterlage
– Besorgen und Vorbereiten der Unterlage (z.B. Baumschule)
– Pflanzen der Unterlage im Frühjahr
– Triebe und Wurzeln der Unterlage werden auf etwa Handbreite gekürzt
– beim Pflanzen bleibt der Wurzelhals oberirdisch, wird aber angehäufelt
– Veredelung im Sommer (Juli/August)
– Anhäufelung wird entfernt, so dass der Wurzelhals frei liegt
– Wurzelhals säubern

 

Edelreis
– Schnitt eines Triebes der gewüschten Edelrose bei voll geöffneter Blüte
– Stacheln müssen sich abdrücken lassen
– Blätter entfernen (1cm Blattstengel stehen lassen), darunter sitzen die Augen
– Stacheln entfernen
– Trieb feucht und kühl lagern
– Auge aus Trieb herausschneiden und freilegen (Holz entfernen)
– Auge nicht berühren und sofort einsetzen

 

Eine ausführliche Beschreibung der zusätzlichen Informationen finden Sie unter dem 1. Teil der Sendung “Rosen veredeln” unter: http://www.gartenfernsehen.de/filme/rosen-veredeln-teil-1

 

5.1.3 Okulation

– T- Schnitt am Wurzelhals der Unterlage
– Einführen des Auges in die entstandene Tasche
– Anhängsel des Auges oberhalb entfernen und Hautflügel um das Auge leicht andrücken
– die Veredelungsstelle wird mit einem OSV (Okulier-Schnell-Verschluß) vor Verrutschen und Verschmutzung geschützt

5.1.4 Weiterbehandlung der veredelten Pflanze

– Anhäufelung über die Veredelungsstelle
– Abhäufelung im folgenden Frühjahr
– Abschneiden der Triebe der Unterlage (1 cm über der Veredelungsstelle)
– der gesamte “Saft” der Pflanze geht in das Auge
– der entstehende Trieb wird pinziert (geköpft), damit sich die Pflanze buschig und verzweigt entwickelt

 

Eine ausführliche Beschreibung der zusätzlichen Informationen finden Sie unter dem 2. Teil der Sendung “Rosen veredeln” unter: http://www.gartenfernsehen.de/filme/rosen-veredeln-teil-2

 

6 GartenFernsehen – Buchsbaum und Walnuss

In dem 6. Video von www.gartenfernsehen.de erfahren Sie alles über den Schnitt einer Buchsbaum-Beeteinfassung und die Stubenveredelung eines Walnussbaumes.

 

6 Buchsbaum schneiden und Walnuss veredeln

Mit einer kleinen Buchsbaumhecke lassen sich Beete optisch sehr schön einfassen. Diese Hecke sollte natürlich auch möglichst niedrig bleiben. Matthias Schuh, Gärtner im Freilichtmuseum Kiekeberg, zeigt, wie eine Buchsbaum-Beeteinfassung fachgerecht beschnitten wird. Marc Albano von GartenFernsehen.de moderiert die Erklärungen.

Walnussbäume sähen sich oft selbst aus. Allerdings weiß man nichts über die Fruchtqualität dieser Bäume. Um gewünschte Fruchteigenschaften zu erhalten, bietet sich auch hier die Veredelung an. Amateur-Veredler Hans-Sepp Walker demonstriert seine eigene Methode einer “Stubenveredelung” am Walnussbaum (Gast-Beitrag)
 

In der Sendung “Buchsbaum schneiden“erfahren Sie,
– wann der Buchsbaum geschnitten wird
– wie weit herunter geschnitten werden muss
– warum vorsichtig geschnitten werden muss
– welche Form sollte die Buchsbaumhecke haben
– welche Werkzeuge sind geeignet

 
Buchsbaumhecke_schneiden
 

In der Sendung “Walnussbaum selber veredeln” erfahren Sie,
was die Stubenveredelung nach WalWal ist
– wie die Unterlage beschaffen sein muss und wie sie vorbereitet wird
– wann die Reiser geschnitten werden
– wie die Kopulation durchgeführt wird
– wie sich die veredelten Triebe weiter entwickeln

 
Walker_Walnuss_veredeln_1
 
Die Veredelungsstelle wird mit Veredelungsband umwickelt, damit die beiden Flächen exakt übereinander liegen. Zusätzlich wird die Veredelungsstelle mit Baumwachs geschützt.
 


 

6.1 zusätzliche Informationen

6.1.1 Buchsbaum schneiden

Schnittzeitpunkt
– in den Monaten ohne “r”; etwa von Mai bis August
– am besten in der zweiten Juni-Hälfte, damit der Haupt-Jahresaustrieb entfernt werden kann
– Zweiter, optionaler Schnittermin: Ende August / Anfang September, um einen besonders sauber geschnittenen Buchsbaum zu erhalten

 

Schnitttag
– möglichst mit Bewölkung, um ein Verbrennen der Blätter zu verhindern

 

Werkzeug
– scharfe Heckenschere
– Elektrische Heckenscheren als kraftschonende Variante; allerdings sind sie zerstörerischer zu den Blättern
– Handschere mit langen Klingen für geringe Buchsbaum -Mengen

 

Goldene Schnittregel
– Nach und nach hineinarbeiten
– nicht sofort auf Endhöhe schneiden
– hellgrünes Laub entfernen, dunkelgrünes bleibt stehen
– auf keinen Fall bis zum blattlosen Holz im Inneren schneiden
– sich Zeit nehmen und den Schnitt in kleinen Stufen vornehmen

 

 Gewöhnlicher Buchs versus Einfassungs-Buchs
– echter Buchsbaum (Buxus sempervirens arborescens) für Formschnitte und kräftige Schnitthecken
– echter Buchsbaum muss sich im Laub und in der Wurzel ausdehnen können
– Einfassungs-Buchs (Buxus sempervirens ‘Suffruticosa’) für niedrige Beeteinfassungen
– Einfassungsbuchs kann jedes Jahr auf das gleiche Niveau zurück geschnitten werden können

 

Alte Buchse nicht verjüngen
– radikales Zurückschneiden führt bei Buchsen zu hohen Ausfallquoten
– lieber zu große Pflanzen entfernen und neue pflanzen

 

Eine ausführliche Beschreibung der zusätzlichen Informationen finden Sie unter der Sendung “Buchsbaum schneiden” unter:
http://www.gartenfernsehen.de/filme/buchsbaum-schneiden

 

6.1.2 Walnussbaum veredeln

Die Walnuss – ein großartiger Baum
– langsam wachsender Baum, über 10 m Höhe
– köstliche, nahrhafte Nüsse
– er ist winterart, allerdings wächst er umso besser je wärmer es ist

 

Warum veredeln?
– Veredelung führt zu schnellerem Fruchtansatz und die Sicherheit bezüglich Fruchtqualität und Ernteertag wird gesteigert
 

Die Veredelungstechnik nach Walwal
– “Stubenveredelung nach Walwal” (von Walker und Walnuss)
– Zimmertemperatur reicht zu Vermehrung der Walnuss aus
– als Unterlage werden Walnüsse ausgesät
– Sämlinge werden Mitte Dezember ausgegraben (Triebdicke 1-4 cm), der Trieb auf 10-15 cm eingekürzt und in einen Topf gepflanzt
– über den Topf wird eine Plastiktüte gestülpt und der Topf in ein Zimmer gebracht
– nach drei Wochen bilden sich Knospen; jetzt ist Zeit für die Veredelung
– der Edelreiser (junger, kräftiger Trieb vom Vorjahr) wird vom Wunsch-Baum geschnitten
– der Edelreis wird mit der Unterlage über die Technik der Kopulation physisch verbunden (siehe Film zur Apfelbaumvermehrung im Winter)
– an Reis und Unterlage wird mit einem scharfen Messer je ein Schnitt von gleicher Größe gemacht
– die sauberen Schnittflächen werden exakt übereinander gelegt, verbunden und mit einer Wachsschicht bedeckt
– der veredelte Trieb wird wieder eingepflanzt, in ein Zimmer gebracht und eine Plastiktüte darüber gestülpt
– die Knospen der Unterlage werden entfernt
– wenn die Knospen des Reisers beginnen zu treiben, wird die Plastiktüte entfernt
– die jungen werden abgehärtet und ab Mai ins Freiland gepflanzt
– nach 4-6 Jahren werden die ersten Früchte erwartet

 

Eine ausführliche Beschreibung der zusätzlichen Informationen finden Sie unter der Sendung “Walnussbaum selber veredeln” unter: http://www.gartenfernsehen.de/filme/walnussbaum-selber-veredeln