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Die
Herstellung
Der Dachdecker Conrad Christoph Gerhard Schacht erwarb am
17.7.1838 das Meisterrecht und gründete sein selbständiges
Dach- und Schieferdeckergewerbe. Er erweiterte seinen Betrieb 1854
mit der Herstellung von Dachpappe aus dem damals fast wertlosen
Steinkohlenteer der Gasanstalten. Die handwerkliche Fertigung entwickelte
sich im laufe der Jahre zu einer regelrechten Fabrikation.
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Im
Jahre 1862 beantragte Conrad Schacht deshalb die Erlaubnis
einer Fabrik. Er musste ein Gutachten über die Feuersicherheit
der Anlagen und die " nicht Geruchsbelästigung" der
Nachbarschaft vorlegen und Herstellung erhielt schließlich
am 2.1.1863 die Konzession vom Herzogl. Braunschweig-Lüneburgischen
Kreisdirektor A. Culemann. Am 14.3.1863 kündigte eine Etablissements-
Anzeige in den " Braunschweiger Anzeigen" den Produktionsbeginn
an. ( In Unterlagen genannte Gründungsdaten 1838 bzw. 1854
können aus heutiger Sicht nicht gelten.)
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Von
der Dachpappenproduktion zur chemischen Fabrik
Die
zunächst hergestellten beschichteten Tafeln aus Rohpappe wurden
bald abgelöst durch eine Dachpappe in Rollenform, welche sich
wesentlich besser verarbeiten ließ. Die später angegliederte
Teerdestillation ermöglichte es, die Fabrikate zu verbessern,
verbilligen und neue Zwischenprodukte herzustellen.
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Auf
Initiative von Bernhard Föhring (dem Schwiegersohn von Ferdinand
Schacht) wurde 1894-1896 die chemisch-technische Produktion ausgebaut:
Karbolineum für verschiedene Zwecke, Teer-Klebemasse, Dach- und
Isolieranstriche und verschiede andere Teerprodukte wurden entwickelt
und auf den Markt gebracht, ergänzt durch Straßenteere, Kaltasphalt
und Markierungsfarben für Chausseebäume und Straßen.
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Neue
Bereiche werden erschlossen.
Einen
neuen Impuls brachte im Jahre 1905 die erstmalige Verarbeitung
von Teerölen (die bei der Teerdestillation anfielen) zu Obstbaumkarbolineum.
Nachdem dieses Spritzmittel - allgemein anerkannt von Praxis und
Wissenschaft - erfolgreich war, wurde der bereich "Pflanzenschutz
und Schädlingsbekämpfung" systematisch weiter ausgebaut.
Schwefel-, Kupfer-, Nikotinpräparate, Raupenleim, Insektenfanggürtel,
Baumwachs, Räucher- und Desinfektionsmittel sowie Schutzmittel
gegen Wildverbiss wurden im Laufe der Zeit entwickelt.
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Unsere
Pflanzenschutzmittel
wurde
bereits in den 20er Jahren im gesamten damaligen Reichsgebiet vertrieben.
Handelsvertreter mit eigenen Auslieferungslagern betreuten unsere
Kunden. Der Absatz der Bautenschutzmittel beschränkte sich
auf ein Gebiet, dessen Grenzen der Harz, Magdeburg, Lüneburg,
Hannover und das Weserbergland bildeten.
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1930
erschien
unser Sammelalbum für farbige Bilder der bekanntesten Schadinsekten
und Pflanzenkrankheiten "Das ganze Jahr im Garten - Ein Ratgeber
für Gartenfreunde", das sich großer Beliebtheit
erfreute. Der vierteljährlich erschienene Broschüre "Mein
Garten - Meine Welt uns als Nachfolger "Der Garten-Fachberater"
waren gefragte Hilfe und Anregungen für den Kleingärtner.
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Es
geht weiter
Bei
dem schwersten Luftangriff auf Braunschweig gegen Ende des 2. Weltkrieges
wurden die Betriebsanlagen am 15. Oktober 1944 völlig zerstört.
Der allmähliche Wiederaufbau und die Wiederaufnahme der Produktion
in den folgenden Jahren ermöglichte den Mitarbeitern, die Krieg
und Gefangenschaft überlebt hatten, an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren.
Neue
Produkte kamen hinzu: Abdichtungsstoffe für Kanalisationsrohre,
Dispersionsfarben und Kunststoffputze für Häuser auf dem
Bautenschutzsektor, Kompostierungs- und Spezial-Düngemittel
im Pflanzenschutzbereich.
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