5 Natürlich gegen Läuse und Motten

5. Folge der NDR-Sendereihe „Gärtnern natürlich“ – Inhalt: natürliche Mittel gegen Läuse, Motten und Zikaden, Brennessel-Kaltauszug, Obstbaum-Sommerschnitt, Hochbeet, Buchsbäume, Rhododendron

 

Sonntag, 21. Februar 2016, 13:30 bis 14:00 Uhr

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Link zur Sendung: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/gaertnern_natuerlich/Natuerlich-vorgehen-gegen-Laeuse-und-Motten,sendung396542.html

 

Im folgenden können Sie sich Videos zu den einzelnen Themen der Sendung ansehen

 

Brennnessel
Gelbtafeln

Die TV-Magazin-Reihe „gärtnern natürlich“ gibt auf innovative, informative und unterhaltsame Weise Einblicke und Orientierung in die grenzenlose, vielfältige und komplexe Welt der Gärten und der Natur. NDR Moderatorin Laura Lange präsentiert in der neuen Reihe „gärtnern natürlich“ die Hausbesuche des Pflanzenarztes Rene Wadas bei norddeutschen Gartenbesitzern.

Gefördert mit Mitteln der nordmedia Fonds GmbH in Niedersachsen und Bremen. (Erstausstrahlung: 11.07.2015)

5.1      Tipps des Pflanzenarztes in der Übersicht

5.1.1     Gespinstmotten

Wenn die Raupen zu sehen sind, wenden Sie das Mittel Bacillus Thuringiensis an. Im Frühjahr vor dem Blattaustrieb die Rinde mit Weißöl – einem Paraffinöl – einsprühen, damit sich die Eier gar nicht erst entwickeln. Und so werden auch die Larven, die an der Rinde überwintern, erfasst.

5.1.2     Obstbaumschnitt

Damit Obstbäume ihre ganze Kraft in die Ausbildung der Früchte stecken, ist ein richtiger Sommerschnitt wichtig. Apfel- und Birnenbäume sollten vor der Ernte, Kirsch– und Pflaumenbäume nach der Ernte beschnitten werden. Sehr dicke oder waagerecht wachsende Äste sind Leitäste. Diese müssen stehen bleiben.

  • Wasserschosser werden direkt am Stamm abgebrochen, damit der Baum die Wunden schneller selbst verschließen kann. Auch zu dicht stehende Äste müssen herausgeschnitten werden. Zwischen den Ästen sollten mindestens zwei Hände Platz haben. Die Neuaustriebe, die in Fruchtholz umgewandelt werden sollen, müssen auch ein wenig zurückgeschnitten werden.
5.1.3     Läuse

Wenn sie Buchenblattläuse an der Rotbuchenhecke entdecken, bespritzen Sie die Pflanze mit einem Kaltauszug aus Brennnesseln. Buchenblattläuse sind ein wichtiger Nahrungslieferant. Sie scheiden Honigtau aus, der als Nahrung für Bienen dient. Alte Buchen müssen nicht unbedingt behandelt werden. Die Entwicklung von jungen Pflanzen dagegen ist bei einem Befall eingeschränkter.

5.1.4     Kaltauszug aus Brennnesseln

Ein Kilogramm Brennnesseln ergeben etwa fünf Liter Kaltaufguss. Geben Sie die möglichst klein geschnittenen Pflanzen in ein großes Gefäß, übergießen Sie alles mit Regenwasser und lassen es bei geschlossenem Deckel einen Tag lang ziehen. Die von Läusen befallenen Stellen sollten nun großzügig besprüht werden – am besten alle vier Tage wiederholen, bis keine Läuse mehr zu sehen sind.

5.1.5     Buchsbaumtriebsterben

Wenn die Triebe von Buchsbäumen absterben, ist daran oft der Pilz Cylindrocladium buxicola Schuld. Schneiden Sie betroffene Stellen heraus und entsorgen Sie sie im Hausmüll. Achten Sie besonders auf Hygiene der Gartenutensilien achten. Als weitere Lösung gibt es verschiedene Mittel mit einem Wirkstoff aus Kiefernzapfen, zum Beispiel Ortiva.

5.1.6     Zikaden am Rhododendron

Wenn Zikaden die Blütenknospen anstechen, wird ein Pilz übertragen, was ein Absterben der Blütenknospen zur Folge hat. Die Blütenknospen werden dann schwarz und pelzig. Hängen Sie Gelbtafeln auf.

5.1.7     Vertrocknete Knospen am Rhododendron

Wenn Wassermangel herrscht,  gehen die Blüten zwar auf, bleiben aber in Ihrer Entwicklung stehen und vertrocknen. Rhododendren brauchen sauren, feuchten Boden. Es muss also zunächst den pH-Wert des Bodens gemessen werden. Damit der Boden immer feucht bleibt, legen Sie eine Mulchschicht um die Pflanze herum. Düngen Sie außerdem im Frühjahr mit einem Rhododendrondünger.

5.2     Weitere Informationen

5.2.1     So bleibt Rhododendron kerngesund

Er zählt zu den beliebtesten Gartenpflanzen: Rhododendron. Was Standort und Pflege betrifft, ist die Pflanze mit den üppigen Blüten aber durchaus anspruchsvoll. mehr

Kummer mit dem Rhododendron

Vor den Toren Hannovers warten auf dem alten Gutshof von Frau Wäterling die nächsten Patienten des Pflanzenarztes. Die Rhododendren sehen vertrocknet und kläglich aus. Der Pflanzenarzt vermutet ein Knospensterben durch Zikaden und hat zum Glück das passende Mittel dabei: Gelbtafeln sollen die kleinen Schädlinge einfangen. Wichtig für gesunde Rhododendren ist auch der richtige PH-Wert im Boden, den Rene Wadas leicht mit einem Messgerät ermitteln kann.

5.2.2    Buchsbäume in Form schneiden und pflegen

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Ob als Hecke, Beetbegrenzung oder in kunstvolle Formen geschnitten – Buchsbäume machen eine gute Figur. Tipps für Pflege, den richtigen Schnitt sowie Hilfe bei Krankheiten. mehr

 

 

5.2.3   Pilzbefall in Buchsbäumen

Leider sind seine Buchsbäume mittlerweile alles andere als grün: Braune Stellen und vertrocknete Äste breiten sich aus. Ein Problem, das viele Buchsbaumliebhaber und natürlich auch Pflanzenarzt Rene Wadas schon häufig gesehen haben. Daher steht die Diagnose schnell fest: Die kleinen Buchsbäume sind vom Buchsbaumtriebsterben befallen. Dieser aggressive Pilz breitet sich so schnell aus, dass innerhalb weniger Jahre ganze Hecken zerstört werden können. Mit geübter Hand schneidet Rene die befallenen Stellen heraus und stoppt den Vormarsch des Pilzes mit einem Mittel aus Kiefernzapfen.

5.2.4    Der richtige Boden ist wichtig

Auch die Staudenbeete wollen einfach nicht so wie die rüstige Hofbesitzerin es gerne hätte: Anstatt bunter Vielfalt breiten sich hier einige Sorten so stark aus, dass andere Pflanzen keine Chance zum Wachsen haben. Bodenbeschaffenheit und die richtige Auswahl und Anordnung der Pflanzen spielen hier die entscheidende Rolle.

5.2.5     Ein Gemüse-Hochbeet anlegen und bepflanzen

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Beste Wachstumsbedingungen für Gemüse, reiche Ernte und Gärtnern ohne Rückenschmerzen – ein Hochbeet hat jede Menge Vorzüge. Auch das Anlegen und Bepflanzen ist einfach. mehr

 

 

5.2.6     Was hilft gegen die Gespinstmotte?

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In vielen Bäumen und Büschen finden sich im Frühsommer gruselig anmutende Gespinste. Sie stammen von der Gespinstmotte, die dort ihre Eier abgelegt hat. Was können Gärtner tun? mehr

 

 

Redaktionsleiter/in        Marlis Fertmann

Redaktion                    Susanne Wachhaus

Produktionsleiter/in       Jost Nolting