Warum Weiß wieder angesagt ist:

Biologischer Weißanstrich schützt Obstbäume vor Frostschäden

1. Weißanstrich-neu

Die arktischen Temperaturen der vergangenen Winter haben an vielen Obstbäumen zu verheerenden Frostschäden mit Spätfolgen wie Baumkrebs oder Zwetschgensterben geführt. Fachleute raten deshalb zu einem vorbeugenden Weißanstrich der Stämme. Während traditionelle Weißungsmittel aus Kalkhydrat und Leimpulver oder Tapetenkleister gemixt wurden, stehen heute anwendungsfertige Weißanstriche zur Verfügung. Spezielle Kreiden gegen ultraviolette Strahlung, Bindemittel und ein effektiver Verwitterungsschutz kennzeichnen moderne Weißanstriche, die ab Dezember entweder mit einer Quaste aufgetragen oder zeitsparend gespritzt werden können.

 

Die weiße Weste für Obstbäume wirkt als Temperatur ausgleichender Bio-Reflektor: Die wärmende Mittagssonne wird vom Weißanstrich abgestrahlt. Dies verhindert starke Temperaturunterschiede, die andernfalls zwischen der sonnenzugewandten Rindenseite sowie der Schattenseite des Baumes entstehen. Ebenfalls werden zu starke Temperaturdifferenzen zwischen der tagwarmen Rinde und dem nachtkalten Stammgewebe vermieden. Das Ergebnis: Keine Spannungen, keine Frostrisse und keine zu früh austreibenden Knospen!